Menü

Auerhuhn
Tetrao urogallus
Art der Phasianidae

ad. Weibchen
Männchen
ad. Männchen
Weibchen

Das Auerhuhn ist der größte im deutschsprachigen Raum vorkommende Hühnervogel. Die Federn lassen sich meist ohne weiteres zuordnen.

Die Handschwingen des Männchens - Auerhahn genannt - sind gleichmäßig dunkelbraun gefärbt und hühnervogeltypisch stark gebogen. Von den 10 Handschwingen sind die äußersten 7 in der Außenfahne tief verengt, die drei inneren zeigen gar keine Verengung. Die Armschwingen, manchmal auch schon die inneren Handschwingen zeigen helle orange- bis rotbraune Sprenkel auf der Außenfahne, weiter innen auch auf der Innenfahne. Die Spitze der Armschwingen ist weißlich gerandet. In der Innenfahne finden sich teilweise vereinzelte, verzerrte weiße Flecken.
Die Steuerfedern der Hähne sind schwarzbraun gefärbt mit unregelmäßigen rein weißen Flecken. Die Spitze der Feder wird dabei stets ausgelassen und bildet im Steuer so eine angedeutete Terminalbinde. Mit zunehmendem Alter nehmen die Anzahl und die Ausdehnung der weißen Flecken tendentiell zu, jedoch gibt es auch Jungvögel mit bereits stark ausgeprägten Flecken.

Das Weibchen bzw. die Auerhenne besitzt bereits in den Handschwingen deutliche hellbraune Querbinden in der Außenfahne, teilweise auch Flecken in der Spitze und/oder in der Innenfahne. Die Armschwingen besitzen ausgeprägtere Fleckungen und eine deutliche weißliche Terminalbinde. Die Schirmfedern sind auf beiden Fahnen fleckig gezeichnet und die weiße Spitze ist hier am breitesten.
Die Steuerfedern der Henne sind beigebraun bis rostbraun gefärbt (meist distal dunkler werdend) mit deutlichen schwarzen Querbinden und einer breiten schwarzen Subterminalbinde. Die Spitze ziert eine cremefarbene bis weiße Terminalbinde. Abgesehen von der Federform erinnert die Färbung einzeln betrachtet auch an die Rohrdommel.

Männchen sind deutlich größer als weibliche Vögel. Auch Jungvögel sind in ihrer Gestalt noch etwas zierlicher als die adulten. Außerdem sind Hybride zwischen Auer- und Birkhuhn bekannt. Die Mauser des Großgefieders findet für gewöhnlich im Juli und August statt.

Feder Nummer längste
Handschwinge 10 pro Flügel 238.5 - 312.0mm n=6
H6 (67%) H7 (17%) H5 (17%)
Armschwinge 17 pro Flügel 145.0 - 185.5mm n=4
A3 (25%) A1 (25%) A2 (50%)
Steuerfeder 18
183.5 - 344.5mm n=6
S3 (50%) S5 (17%) S2 (17%) S1 (17%)
Anmerkungen zu Vermessungsdaten

Anzahl der Individuen n

Für die Statistik der längsten Federmaße verwenden wir nur die Daten von Vögeln, bei denen die größten Federn vorliegen. Eine abgebrochene, fehlende oder im Wachstum befindliche Feder, welche potentiell die längste sein könnte disqualifiert das Individuum für die Vermessung. Ebenso werden keine Hybriden in die Statistik eingerechnet. Vögel verschiedenen Alters (z.b. junge und adulte Spechte), Geschlechts (z.b. männlicher und weiblicher Sperber) und Unterarten werden jedoch gleichermaßen im Diagramm genutzt und können so zu einem sehr großem Variationsbereich führen. Je größer die Anzahl an vermessenen Individuen ist, desto genauer ist die Angabe des Variationsbereichs. Sehr kleine Datensätze von einem oder nur ein paar Vögeln führen nur zu näherungsweisen Ergebnissen

Vermessungsmethode

Die Federn werden digital über den Scan vermessen. Dabei wird eine ventrale Krümmung der Federn für die Vermessung geradegezogen, eine kaudale Krümmung jedoch nicht! Vermessen wird vom Anfang der Spule bis zur größten Ausdehnung der Feder. Dies muss nicht immer zwingend der Kiel sein, sondern können (z.b. bei Ammern Armschwingen) auch die Federstrahlen sein. Besondere Ausprägungen wie z.b. die Wachsplättchen beim Seidenschwanz werden in der Vermessung ausgelassen.

Prozentangaben

Die Prozentangaben der einzelnen Federn wie z.b. H5 besagen wie groß der Anteil unter den Individuen ist, bei denen diese Feder die längste ihrer Art ist. Diese Angabe sollte immer in Verbindung mit der Gesamtanzahl der vermessenen Vögel betrachtet werden. Eine Angabe von 100% bei fünf Individuen ist keine Garantie dafür, dass diese Feder wirklich immer die längste ist.

ad. Männchen
ad. Weibchen
Männchen
Weibchen
Weibchen
Beleggalerie

Länderzuweisungen

Hühnervögel

Verbreitung

Schutzstatus

  • WA
    nicht gelistet
  • Verordnung (EG) Nr. 865/2006
    nicht gelistet
  • Bundesnaturschutzgesetz §44
    streng geschützt