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Ringeltaube
Columba palumbus
Art der Columbidae


Abb.. 1170 © Jo Kuyken

Abb.. 1171 © Markus Sobotka
immat.
juv.

Die Handschwingen der Ringeltaube sind charakteristisch dunkelgrau gefärbt und werden proximal etwas heller. Die Armschwingen sind im unteren Teil heller bläulich grau gefärbt, die Schirmfedern zum Teil etwas bräunlich. Markant ist die weiße Außenfahnenkontur auf der Außenfahne der Handschwingen. Die längste Handschwinge ist manchmal die H8, manchmal die H9 oder auch beide gleichermaßen. Eine Verengung der Außenfahne findet sich bei den Handschwingen H7 bis H9 partiell, bei der H10 vollständig. Die H6 und die folgenden inneren Handschwingen verschmälern sich zwar auch distal, zeigen jedoch keine deutliche Teilverengung.

Die Steuerfedern der Ringeltaube sind ebenfalls recht einfach zu bestimmen. Die Federbasis ist mittelgrau gefärbt, gefolgt von einem hellgrauen, breiten Querband und abgeschlossen von einer dunklen, im frischen Gefieder fast schwarzen, Terminalbinde. Diese Zeichnung ist auf der Unterseite der Feder deutlich kontrastreicher ausgeprägt als auf der Oberseite. Ebenso nimmt der Kontrast von der S1 zur S6 hin zu.

Eine Geschlechtsbestimmung anhand der Federn ist relativ schwierig. Männchen besitzen eine tendentiell kräftiger gefärbte Brust, welches sich aber lediglich bei exakt gleichaltrigen Vögeln vergleichen lässt. Jungvögeln fehlt der auffällige weiße Halsfleck und sie besitzen bräunliche Oberflügeldecken. Vögel im 2. sowie teilweise noch im 3. Kalenderjahr können an teils sehr deutlichen Mausergrenzen erkannt werden. Nach der ersten Vollmauser im Herbst (postjuvenil) können einzelne unvermauserte Schwingen zurückbleiben, welche deutlich abgetragener sind und kürzer als die der Adultgeneration. Nach der zweiten Vollmauser im Herbst des zweiten Kalenderjahr können bis in das 3. Kalenderjahr bei manchen Individuuen noch juvenile Federn im Flügel gefunden werden, welche durch ihren starken Verschliss aus dem Flügelbild herausstechen. Adulte Vögel setzen auch manche Schwingen in einer Mauser aus, diese sind jedoch dann gleichlang wie die benachbarten Federn.

Die Struktur von Taubenfedern

Taubenfedern lassen sich oft allein durch ihre Struktur zumindest auf der Ordnungsebene bestimmen. Alle Federn - auch die Schwungfedern - besitzen stark ausgeprägte und sehr dichte Dunen an der Federbasis bzw. an der Spule. Auch die Konturfedern von Bauch und Brust bestehen zu einem großen Teil aus Dunen bzw. zu einem größeren Teil als dies bei anderen Vogelordnungen der Fall ist.

Feder Nummer längste
Handschwinge 10 pro Flügel 197.5 - 210.6mm n=4
H8 (75%) H9 (25%)
Armschwinge 13 pro Flügel 132.5 - 137.2mm n=4
A1 (100%)
Steuerfeder 12
175.5 - 182.5mm n=4
S6 (25%) S5 (25%) S1 (25%) S4 (25%)
Anmerkungen zu Vermessungsdaten

Anzahl der Individuen n

Für die Statistik der längsten Federmaße verwenden wir nur die Daten von Vögeln, bei denen die größten Federn vorliegen. Eine abgebrochene, fehlende oder im Wachstum befindliche Feder, welche potentiell die längste sein könnte disqualifiert das Individuum für die Vermessung. Ebenso werden keine Hybriden in die Statistik eingerechnet. Vögel verschiedenen Alters (z.b. junge und adulte Spechte), Geschlechts (z.b. männlicher und weiblicher Sperber) und Unterarten werden jedoch gleichermaßen im Diagramm genutzt und können so zu einem sehr großem Variationsbereich führen. Je größer die Anzahl an vermessenen Individuen ist, desto genauer ist die Angabe des Variationsbereichs. Sehr kleine Datensätze von einem oder nur ein paar Vögeln führen nur zu näherungsweisen Ergebnissen

Vermessungsmethode

Die Federn werden digital über den Scan vermessen. Dabei wird eine ventrale Krümmung der Federn für die Vermessung geradegezogen, eine kaudale Krümmung jedoch nicht! Vermessen wird vom Anfang der Spule bis zur größten Ausdehnung der Feder. Dies muss nicht immer zwingend der Kiel sein, sondern können (z.b. bei Ammern Armschwingen) auch die Federstrahlen sein. Besondere Ausprägungen wie z.b. die Wachsplättchen beim Seidenschwanz werden in der Vermessung ausgelassen.

Prozentangaben

Die Prozentangaben der einzelnen Federn wie z.b. H5 besagen wie groß der Anteil unter den Individuen ist, bei denen diese Feder die längste ihrer Art ist. Diese Angabe sollte immer in Verbindung mit der Gesamtanzahl der vermessenen Vögel betrachtet werden. Eine Angabe von 100% bei fünf Individuen ist keine Garantie dafür, dass diese Feder wirklich immer die längste ist.

ad.

Länderzuweisungen

Taubenvögel

Verbreitung

Schutzstatus

  • WA
    nicht gelistet
  • Verordnung (EG) Nr. 865/2006
    nicht gelistet
  • Bundesnaturschutzgesetz §44
    besonders geschützt