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Graureiher
Ardea cinerea
Art der Ardeidae


Abb.. 1994 © Felix Klose
2. KJ
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Die Handschwingen des Graureiher sind satt dunkelgrau gefärbt. Vorallem adulte Exemplare zeigen eine leicht bläuliche Färbung. Die Handschwingen H10, hinein bis in die H8 bzw undeutlich in die H7 besitzen eine Innenfahnenverengung. Die inneren Handschwingen und die Armschwingen besitzen eine steingraue Aufhellung der Außenfahnenbasis, proximal auch in der Innenfahne. Die Schirmfedern sind recht gleichmäßig mittelgrau gefärbt. Die Steuerfedern sind im Vergleich zu den Schwingen relativ klein, dies trifft jedoch auf die meisten Schreitvögel zu. Sie besitzen eine etwas hellere graue Färbung als die Handschwingen und teilweise weiße Farbanteile.

Die Geschlechter lassen sich anhand des Gefieders nicht unterscheiden. Lediglich anhand der Größe kann bei extremen Vögeln eine Geschlechtsbestimmung vorgenommen werden (Männchen im Schnitt größer). Die Altersbestimmung anhand des Großgefieders ist ebenso nicht sicher möglich. Jungvögel besitzen tendentiell ein etwas brauneres, matteres Großgefieder als die satt blau-schwarzgrau gefärbten Federn der Altvögel. Durch den Verschleiß der Federn kann gerade kurz vor der Mauser dieses Merkmal jedoch nicht mehr erkennbar sein. Den juvenilen Vögeln vor der ersten Teilmauser fehlen die Schmuckfedern auf dem Rücken bzw. in den Schulterpartien und die Kopfoberseite ist einfarbig grau gefärbt. Mit den 3 weiteren Mausern bishin zum 2. Sommer im 3. Kalenderjahr wird die Krone auf dem Kopf zunehmend weiß. Danach wird der Vogel allgemein als adult bezeichnet.

Während der ersten Mauser im Herbst werden die meisten Körperfedern und manchmal einige Flügeldecken gemausert. Die Vögel ab dem 2. Kalenderjahr mausern im Herbst (normalerweise bis November) auch die Schwungfedern.

In seinem Verbreitungsgebiet ähnlich sind dem Graureiher vorallem der Europäische Kranich (Grus grus) und der etwas kleinere Purpurreiher (Ardea purpurea). Letzterer lässt sich im Jugendkleid sehr leicht durch die kräftig rötlich hellbraun gesäumten Flügeldecken unterscheiden. Im Adultgefieder sind die Flügeldecken auch teilweise bräunlich (beim Graureiher eher bläulich). Die Handschwingenverengung ist ähnlich, bei den Federmaßen wird es neben einem Überschneidungsbereich sicher auch Bereiche der sicheren Unterscheidung geben, welche jedoch erst noch untersucht werden müssen. Der Kranich unterscheidet sich vom Graureiher durch die etwas größeren Federmaße der Schwingen, der extrem tiefen Verengung der Handschwingen und dem stärkeren Kontrast zwischen heller Basis zu dunkler Federspitze in Armschwingen und Steuerfedern.

Nummer längste
Handschwinge 10 pro Flügel 333.0 - 369.0mm n=9
H7 (89%) H7=H7 (11%)
Armschwinge 19 pro Flügel 249.0 - 278.0mm n=8
A1 (38%) A2=A3 (13%) A2 (13%) A10 (13%) A3 (13%) A1=A1 (13%)
Steuerfeder 12
177.5 - 192.5mm n=8
S6 (38%) S1 (25%) S4 (13%) S2 (13%) S1=S2 (13%)
Flügellänge1 Handflügelindex1,2 (HWI) Handschwingenindex Verhältnis Flügellänge/ längste H Verhältnis Handflügel-/ Handschwingenindex
420 - 471mm n=13 30 - 40% n=12 24 - 28% n=9 Keine Daten verfügbar Keine Daten verfügbar
Details

Die Flügellänge berechnet sich aus der Länge des Flügels gemessen vom Carpalgelenk bis zur Spitze der längsten Handschwinge. Der Flügel wird dabei angewinkelt und die Handschwingen maximal gestreckt und flachgedrückt (Methode Kleinschmidt)

Kombinierte Daten aus:
Avonet1: 420 - 471mm n=13

Der Handflügelindex, wie er 1959 von Friedrich A. Kipp vorgestellt wurde, wird berechnet aus dem Verhältnis von Handlänge (Differenz zwischen längster Handschwinge und äußerster Armschwinge) und der gesamten Flügellänge.

Kombinierte Daten aus:
Avonet1: 30 - 40% n=12,
Der Handschwingenindex wird berechnet aus dem Verhältnis von längster Handschwinge zur ersten (äußersten) Armschwinge. Es ist das Equivalent zum Handflügelindex für Federmaße. Das Verhältnis der Flügellänge zur längsten Handschwinge erlaubt es Bestimmungsmerkmale, die auf einem der beiden Werte basieren, in den jeweils anderen Wert umzurechnen. Das Verhältnis Handflügel-/Handschwingenindex erlaubt es die Werte eines Verfahrens in die jeweils anderen Werte näherungsweise umzurechnen und für Bestimmungen zu verwenden.
1 Tobias, J. A., et al. (2022). AVONET: morphological, ecological and geographical data for all birds.
2 Kipp, Friedrich A.: "Der Handflügel-Index als flugbiologisches Maß", erschienen in "Vogelwarte - Zeitschrift für Vogelkunde", 1959, Band 20, Heft 1



2. KJ
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Quelle: IUCN 2025. IUCN Red List of Threatened Species. Version 2025-1 <www.iucnredlist.org>
Datenerhebung: |

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Verbreitung

Schutzstatus

  • Washingtoner Artenschutzübereinkommen
    nicht gelistet
  • Verordnung (EG) Nr. 865/2006
    nicht gelistet
  • Bundesnaturschutzgesetz §44
    besonders geschützt
  • gelistet im Jagdrecht