Der Tannenhäher besitzt eine Körperlänge von ca. 32-35cm und ist damit etwa so groß wie ein Eichelhäher (G. glandarius). Die Flügelspannweite beträgt ca. 50-60cm und das Gewicht etwa 120-175g. Schnabel und Beine sind schwarz gefärbt. Fast das gesamte Kopf- und Rumpfgefieder des Tannenhähers ist in einem mittleren Braunton gefärbt - durchsetzt mit weißen Strichelungen und Tropfen. Die Flügel sind schwarz gefärbt, die Steuerfedern schwarz mit recht breiten, weißen Endbinden.
Die Rufe des Tannenhähers sind different. Zur Brutzeit hört man desöfteren ein sich schnell wiederholendes "Kräh-Kräh-Kräh". Weiterhin wird auch ein der Dohle ähnliches "Kiüh-Kiüh-Kiüh" geäußert.
Der Tannenhäher bewohnt großflächige Nadelwaldgebiete. In Mitteleuropa findet man ihn zumeist in den höheren Mittelgebirgslagen ab etwa 300m ü.N.N. bis in die Baumgrenzen der Hochgebirgsregionen. In seinen Verbreitungszentren brütet er u.U. dann auch in größeren Gärten, sofern sich in diesen Nadelbäume befinden. Im Winter kann es zu invasionsartigen Einflügen aus den nördlichen und kalten Regionen in die gemäßigten Gebiete kommen, sodass es im Folgejahr dann vermehrt zu Bruten dieser Art kommt.
N. caryocatactes ist ein Nahrungsopportunist. Während er im Frühjahr, Sommer und Frühherbst vorwiegend tierische Kost zu sich nimmt (Insekten/Spinnen, kleine Wirbeltiere, Gelege, etc.), beginnt er im Spätsommer/Frühherbst seine Ernährung auf pflanzliche Nahrung umzustellen - hauptsächlich Nüsse und Fichten- und Kiefersamen, die er - wie der Eichelhäher (G. glandarius) ebenfalls - z.T. in Verstecken unterbringt, um sie während der Wintermonate zu verzehren. Natürlich vergisst er einige dieser Verstecke und trägt so zur Verbreitung der Nadelbäume bei.
Die Hauptfeinde des Tannenhähers sind Uhu, Habicht und Wanderfalke. Auch Raubsäuger wie der Fuchs und die Marder verzehren gelegentlich einen Tannenhäher.
In einigen Gebieten wird dem Tannenhäher seitens der Jagd nachgestellt, auch der Gebirgstourismus und Bebauung spielen eine große Rolle, da der Häher auf Nadelwälder angewiesen ist.
Der Tannenhäher ist als reiner Nadelwaldbewohner im größten Teil seines Verbreitungsgebietes auf die Mittel- und Hochgebirgsregionen beschränkt, da es hier ausreichend Nadelwälder gibt.
Er kommt in einem breiten Gürtel von Südskandinavien über Gesamt-Mitteleuropa ostwärts bis nach Ostasien vor. Zwei weitere, europäische Großvorkommen befinden sich als isolierte Populationen jeweils in den Karpaten und im Baltikum. An das ostasiatische Hauptvorkommen schließt sich in südliche Richtung ein riesiges Verbreitungsgebiet bis ins Süd-Östliche Zentralasien an. Ein schmaler werdender Verbreitungsausläufer zieht sich dann in südwestlicher Richtung bis in die Hochgebirgsregionen Südasiens.
Der Tannenhäher ist in den gemäßigten Zonen seines Verbreitungsgebietes Jahresvogel.
Am ehesten sind Mauserfedern und Rupfungen dieses sympathischen Hähers zu finden. Totfunde sind sehr selten.
- https://de.wikipedia.org/wiki/Tannenh%C3%A4her
- https://en.wikipedia.org/wiki/Nutcracker_(bird)
- https://avibase.bsc-eoc.org/species.jsp?avibaseid=76C74B102E7F401F
- https://www.hbw.com/species/northern-nutcracker-nucifraga-caryocatactes
- http://datazone.birdlife.org/species/factsheet/northern-nutcracker-nucifraga-caryocatactes
- http://www.iucnredlist.org/details/103727252/0
- https://www.xeno-canto.org/species/Nucifraga-caryocatactes
- http://www.luontoportti.com/suomi/de/linnut/tannenhaher
- https://www.britannica.com/animal/nutcracker
- https://og-bayern.de/wp-content/uploads/2016/03/Mikroklimatische-Aspekte-im-Versteckverhalten-des-Tannenh%C3%A4hers-Nucifraga-caryocatactes-und-die-Auswirkungen-auf-die-Regeneration-der-Arve-Pinus-cembra.pdf
- https://www.zobodat.at/pdf/EGRETTA_43_1_0069-0072.pdf
- http://www.wisia.de
- Svensson, L.; Mullarney, K. & Zetterström D. (2011): Der Kosmos Vogelführer - Vögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens (2. Auflage). Kosmos Verlag, Stuttgart, 400 S.
- Robert März: Gewöll- und Rupfungskunde (2007), AULA-Verlag, 398 S.
- Busching, Wolf-Dieter: Einführung in die Gefieder- und Rupfungskunde (2005), AULA-Verlag, 408 S.
- Brown, Ferguson, Lawrence, Lees: Federn, Spuren und Zeichen der Vögel Europas: Ein Feldführer (Gebundene Ausgabe – April 2005, 4. Auflage, AULA-Verlag, 336 S.)
- Lukas Jenni & Raffael Winkler: Moult and Ageing of European Passerines (Englisch) (Gebundene Ausgabe – 1. November 2011, Poyser-Verlag, 240 S.)
- Lars Svensson: Identification Guide to European Passerines (British Trust for Ornithology, 1992 / 2006 Reprint, 368 Seiten)
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CITES
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Regulation (EG) Nr. 865/2006
not listed
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German Federal Nature Conservation Act §44
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