menu

Eurasian Oystercatcher
Haematopus ostralegus
species of Haematopodidae


img. 431 © Jörg Schlusen
1st winter
1st winter

Die Handschwingen des Austernfischers besitzen eine weiße Grundfärbung. Je nach Alter der Federn kann diese von strahlendem weiß bis zu gelb-grau reichen. Die inneren Handschwingen besitzen eine schwarz-braune Spitze, die auf der Außenfahne ungefähr zu 1/4 bis zu 1/3 der Feder bedeckt. Auf der Innenfahne reicht das Schwarz-braun-Anteil etwas tiefer hinunter. Die Abgrenzung ist relativ hart, mit einer leicht unregelmäßig verlaufenden Kante (natürlich mit individuellen Unterschieden). Der Kiel ist ebenso wie die Federstrahlen weiß und im oberen Bereich schwarz-braun gefärbt. Hin zu den äußeren Handschwingen bildet sich eine braune Basis auf den Außenfahnen, welche auf den äußeren Handschwingen die komplette Außenfahne dunkel färbt. Der Weißanteil reicht auf der Außenfahne spitz zulaufend in das Schwarz hinein und verschmälert sich auf den äußeren Handschwingen zu einer schmalen weißen, scharf abgegrenzten Aufhellung entlang des oberen Teil des Federkiels. Auf den äußersten Handschwingen ist lediglich der Kiel im oberen Bereich weiß gefärbt. Der Weißanteil auf der Innenfahne entwickelt sich hin zu den äußeren Handschwingen zu einem ovalen weißen Feld, welches auf der Innenfahne ausläuft. Die H10 kann eine eingeschlossenes weißes Feld auf der Innenfahne besitzen oder auch lediglich ein paar helle Flecken, welche eine Aufhellung vermuten lassen.

Die Armschwingen sind weiß gefärbt. Die äußeren Armschwingen besitzen eine schwarz-braune Spitze, welche im Flügel nach innen schmaler wird und in rein-weiß ausläuft. Sie bilden zusammen mit den inneren Handschwingen so eine weiße, dunkel umrandete Fläche im Flügel. Die dunkle Spitze ist mit einer feinen weißen Kontur umrandet und läuft zur Basis keilförmig am Kiel aus. Auf den mittleren Armschwingen ist oft nur ein dunkler Fleck in der Spitze zu erkennen. Die Schirmfedern sind schwarz-braun, etwas heller als das schwarz der Handschwingen, gefärbt mit einer weißen, abgegrenzten Basis der Innenfahne und einem weißen Saum am Flaum der Außenfahne. Der Übergang von den weißen Armschwingen zu den dunkel gefärbten inneren Armschwingen bzw. Schirmfedern erfolgt relativ abrupt

Die Steuerfedern sind ebenfalls weiß gefärbt mit einer dunkelbraunen, zur Spitze hin fast schwarzen Endbinde. Diese ragt auf der S1 fast bis zur Basis und ist auf der S6 nur recht schmal, verschmälert sich also am Flügel nach außen recht stark. Verwechslungen der Steuerfedern sind mit dem Kiebitz (Vanellus vanellus), der juvenilen Lachmöwe (Chroicocephalus ridibundus) und in seltenen Fällen auch mit dem Steinwälzer (Arenaria interpres) möglich. Die Steuerfedern des Kiebitz sind jedoch im oberen Bereich etwas satter schwarz gefärbt und existiert kein Farbverlauf. An der Spitze findet sich häufig eine schmale cremefarbene bis weiße Aufhellung. Die Lachmöwe besitzt ebenfalls diese schmale Aufhellung, jedoch im Vergleich zum Austernfischer eine viel schmalere Endbinde, welche mehr dunkelbraun als schwarz gefärbt ist. Einen detaillierten Vergleich mit Abbildungen finden Sie weiter unten unter Vergleiche.

Juvenile Austernfischer besitzen ein weniger sattes Schwarz-braun im Gefieder. Auch ausgeblichene Alterskleider können jedoch so aussehen. Fast schwarz sind lediglich die Federn frisch gemauserter adulter Tiere.

number longest lengths distribution of longest primary smallest individual biggest individual
primary 10 per wing 183.0 - 201.0mm n=17
P9 (94%) P10 (6%)
12186 365
secondary 19-21 per wing 113.0 - 142.0mm n=18
S15 (50%) S16 (22%) S15=S16 (11%) S14=S15 (6%) S1 (6%) S14 (6%)
12187 12207
retrix 12-14
106.0 - 125.0mm n=12
R5 (42%) R3 (17%) R4=R5 (17%) R3=R4=R5 (8%) R4 (8%) R5=R6 (8%)
12186
wing length1 hand-wing-index1,2 (HWI) primaries-index wing length/longest primary ratio hand-wing-index/primaries-index ratio
237 - 266mm n=26 47 - 54% n=15 36 - 44% n=16 ⌀128% ⌀115%
detailed information

The wing length is measured on the flattened and straightened wing ("maximum chord") from the carpal joint to the tip of the longest primary feather, the so-called "Kleinschmidt-method".

combined data from:
Avonet1: 237 - 266mm n=21
Featherbase: 237 - 257mm n=5

The hand-wing-index, introduced by Kipp 1959, is calculated as the ratio of the hand length (difference between the length of the longest primary and the first secondary) to the wing length.

combined data from:
Avonet1: 49 - 54% n=12,
Featherbase: 47 - 50% n=3
The primaries-index is calculated as the ratio of the longest primary feather length to the first (outermost) secondary. It is the equivalent of the hand-wing index for feather measurements. The wing length/longest primary ratio is calculated as the ratio of the wing length to the length of the longest primary feather. The hand-wing-index/primaries-index ratio is calculated as the ratio of the hand-wing index to the primaries-index.
1 Tobias, J. A., et al. (2022). AVONET: morphological, ecological and geographical data for all birds.
2 Kipp, Friedrich A.: "Der Handflügel-Index als flugbiologisches Maß", erschienen in "Vogelwarte - Zeitschrift für Vogelkunde", 1959, Band 20, Heft 1



1st winter
ad.
specimens gallery

country allocations

Waders, gulls and auks

subspecies

distribution

conservation status

  • CITES
    not listed
  • Regulation (EG) Nr. 865/2006
    not listed
  • German Federal Nature Conservation Act §44
    protected