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アナホリフクロウ
Athene cunicularia
species of Strigidae

ad.

Die Spulen der Federkiele sind durchsichtig weißlich, gehen jedoch im weiteren Verlauf langsam in ein recht dunkles Braun über.

Die Außenfahnen der Handschwingen H6 bis H10 sind nach außen hin zunehmend immer mehr verengt - H10 ist komplett verengt/verschmälert, und besitzt einen Kamm an der Außenfahne. H9 und H8 besitzen eine deutliche und stark ausgeprägte Verengung, während H7 nur sehr leicht im Spitzenbereich verengt ist - auf H6 ist die Verengung nur noch angedeutet.
Die HS, AS, SF, OHD, OAD und AL besitzen eine beigebraune Grundfärbung, und sind mit einer für Eulen typischen Bänderung versehen - diese ist auf den SF sehr ähnlich gezeichnet wie auf den HS und AS.
Die OFD sind fast genauso gezeichnet wie die darunterlegenden Schwungfedern - auch die OSD besitzen nahezu die Färbung und Zeichnung der SF. Die UFD sind grob sandfarben - rötlichbraun gebändert.
S1 bis S5 sind nahezu gleichlang, S6 ist die kürzeste SF.

Aufgrund der großen Variationsbreite der Färbung und Befiederung der einzelnen Unterarten des Kaninchenkauzes können durchaus auch Unterschiede in der Zeichnung und Färbung der Federn sowie der Verengungen in den HS und Längen der Federn von Population zu Population und von Unterart zu Unterart existieren.

Eine Verwechslungsgefahr besteht aufgrund der geringen Größe der Federn mit anderen Kleineulen aus Nord-, Mittel- und Südamerika.

Allgemein zur Ordnung der Eulen

Den Körperfedern der Eulen fehlt der dunig ausgebildete Afterschaft - Zwillingsfedern, wie beispielsweise bei Hühnervögeln, die das dunige Untergefieder bilden. Dafür besitzen sie eine dunige Ausbildung des basalen (spulennahen) Federabschnitts zur Thermoisolation.
Das Großgefieder der Eulen ist samtweich und die Federästchen sind sehr biegsam. Die Außenfahne der äußersten Handschwinge ist zu einem Kamm ausgebildet. Diese beiden Faktoren ermöglichen den Eulen - selbst dem Uhu (Bubo bubo) - einen nahezu lautlosen Flug. Die meisten Eulen besitzen neben den 10 Handschwingen noch ein Remicle, eine verkümmerte, 11. HS. Die Anzahl der Armschwingen liegt je nach Eulenart zwischen 11 und 18 Federn.

feather number longest
primary 10 per wing approx. 141.5mm n=1
P8 (100%)
secondary 13 per wing approx. 110.0mm n=1
S1 (100%)
retrix 12
no data available
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country allocations

Owls

characteristics

Der Kaninchenkauz oder auch Kanincheneule, Präriekauz, Prärieeule oder Höhleneule (Athene cunicularia) ist eine Eule aus der Gattung der Steinkäuze (Athene). Die Eulen dieser Gattung zeichnen sich durch sehr lange Beine aus.
Kanincheneulen leben als ausgesprochene Bodenbewohner in den Grassteppen des westlichen Nord- und Südamerikas bis zum Kap Hoorn, außerdem kommen sie in isolierten Populationen (und Unterarten) in Florida und auf einigen Karibischen Inseln sowie auf Inseln im Indischen Ozean vor.

Athene cunicularia erreicht eine Länge von ca. 19–28cm, eine Flügelspannweite von 51–61cm und ein Gewicht von 140–240g. Männchen sind etwas kleiner und deutlich leichter als Weibchen. Die Lebenserwartung liegt bei maximal ca. 16 Jahren in der Natur und 18 Jahren in Gefangenschaft.
Die größten Unterarten leben in den Anden. Die Kanincheneule hat innerhalb ihres riesigen Verbreitungsgebietes eine starke Farbvarianz (ähnlich Athene noctua) entwickelt. So sind die Tiere im Süden Südamerikas, in Florida und auf Haiti dunkel- bis schokoladenbraun und kräftig weiß gefleckt und gebändert. In den Halbwüsten - etwa im brasilianischen Inland - sind die Tiere sandgelb und in Waldgebieten häufig blassbraun mit orangefarbigen Flecken.

Die Kanincheneule ist etwas kleiner als eine Haustaube (Columba livia forma domestica)). Der Schwanz ist recht kurz, die Stirn ist niedrig und der Scheitel flach - so wirkt der vom Hals nicht abgesetzte Kopf insgesamt flach und bullig. Die großen Augen sind gelb, und werden von zwei weißen Überaugenstreifen von der Stirn abgesetzt - die Überaugenstreifen wirken wie große Augenbrauen. Der "halslose" Kopf kann bis fast 270 Grad in beide Richtungen gedreht werden - je nach Stimmung kann der Kopf entweder flach und rund oder flach und kantig (aufgeplustert) wirken. Das "Occipitalgesicht" (also das "Scheingesicht" am Hinterkopf des Kaninchenkauzes zur Feindabwehr und Einschüchterung) ist undeutlich erkennbar. Athene cunicularia besitzt vier Zehen an den glatt befiederten Beinen, von denen die vierte Zehe als "Wendezehe" ausgebildet ist - sie lässt sich bei Bedarf einfach nach hinten drehen. Die Krallen sind schwarz und glatt - im Gegensatz zur Schleiereule (Tyto alba), deren Krallen auf der Innenseite sägeartig gezahnt sind. Die Ohröffnungen befinden sich nahezu unsichtbar seitlich des Kopfes - Kanincheneulen können auch noch das leiseste Rascheln im Gras oder Laub aus relativ großer Entfernung wahrnehmen. Der Schnabel wirkt sehr kurz und flach, jedoch besitzt Athene cunicularia einen sehr breiten Rachen - ebenso wie alle anderen Eulen und auch Nachtschwalben/Schwalme wie der Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus).
Der Kopf des Kaninchenkauzes ist sandfarben bis schokoladenbraun mit kleinen, weißlich-gelben Stricheln. Die Brust und die gesamte Rückenregion sind weißlich gepunktet, während die Zeichnung in der Bauchregion in eine undeutlich abgegrenzte Bänderung übergeht - bei Jungeulen ist die untere Brust- sowie die Bauchregion cremefarben.
Besonders auffällig sind die langen Beine des Kaninchenkauzes - sie sind noch deutlich länger als die von Athene noctua.

Das Flugbild der Kanincheneule ähnelt eher dem einer Sumpfohreule (Asio flammeus) als dem von Athene noctua - die Flügel wirken lang und schmal.

Die Stimmäußerungen von Athene cunicularia sind vielfältig. Besonders oft hört man den Balzruf der Männchen - ein unüberhörbares "Ku-Kuhuuuuh" (Weibchen besitzen einen ähnlichen, jedoch etwas höheren Ruf). Der Alarmruf beider Geschlechter ist ein hohes "kweh-kweh-kweh-kweh-kweh", das in einer schnellen Reihenfolge ertönt. Jungvögel immitieren bei Störung das Rasseln einer Klapperschlange, um potentielle Fressfeinde zu vertreiben.

habitat

Die thermophile Kanincheneule besiedelt die Steppen, Prärien, Grassavannen und die Halbwüsten Nord- und Mittelamerikas. In den Anden werden Hochebenen besiedelt, in Südamerika zum Teil sogar Lichtungen in Wäldern (vornehmlich jedoch trockene oder feuchte, ebene und unbewaldete Areale). In den USA werden u.a. auch Brachflächen, Golfplätze, Farmen, Vorstadtbereiche und große Gärten besiedelt. Das Verbreitungsgebiet von Athene cuniculariaerstreckt sich über 104 Breitengrade vom Nordwesten Nordamerikas über ganz Mittel- und Südamerika bis Kap Hoorn.
Unabdingbar sind für den Kaninchenkauz Erdlöcher als Lebensraum - er schläft und brütet in Erdbauten ähnlich einem Kaninchen, was ihm auch den Namen einbrachte. Diese Höhlen werden in den allermeisten Fällen nicht selbst gegraben - er bezieht meist verlassende Erdbaue von Präriehunden, Erdhörnchen, Gürteltieren und anderen grabenden Säugern. Auch wird des öfteren beobachtet, wie er die Bewohner aus den Bauten vertreibt und dann dort selbst einzieht. Nur in Gebieten wo grabende Säugetiere fehlen, legt er seine Erdhöhlen gezwungenermassen selbst an. Unter Einsatz seiner kräftigen Beine und des robusten Schnabels wird innerhalb kurzer Zeit eine unterirdische Röhre anlegt, die etwa einen Meter unter den Boden reicht, gewöhnlich zwei bis drei Meter lang ist und oft mehrere Eingänge aufweist.
Aufgrund der Lebensweise ist die Kanincheneule besonders in den USA und Mexico (jedoch auch in den meisten anderen Arealen ihres riesigen Verbreitungsgebietes) auf drei wichtige Umgebungsfaktoren angewiesen: Das Vorkommen von grabenden Bodensäugern, ausreichende Nahrungsvorkommen (in den meisten Fällen Großinsekten) sowie das Offenhalten der Graslandschaften durch Weidevieh - in den endlosen Prärien Nordamerikas waren das die Millionen an Bisons vor ihrer Ausrottung.
In meist monogamer Ehe bilden die Brutpaare so lockere Kolonien bis zu 12 Pärchen - jedoch ist auch Polygamie des Männchens relativ häufig und regelmäßig (bis zu etwa 37%).
Die nördlichen und südlichen Populationen sind Zugvögel, die den Winter in gemäßigten Regionen verbringen. Tiere aus wärmeren Regionen verbringen den Winter in ihrem Brutgebiet.

Als Nahrung dienen dem Kaninchenkauz in erster Linie große Insekten wie Käfer und Heuschrecken. Auch werden andere Wirbellose erbeutet - Spinnen, Skorpione, etc. Ansonsten dienen aber auch Amphibien, Reptilien, Kleinsäuger und Vögel als Nahrung von A. cunicularia. Es existieren auch Nachweise für das Erbeuten von in den USA eingeführten Türkentauben (Streptopelia decaocto) während der Brutzeit - also Vögel, die genauso groß wie der Kaninchenkauz selbst sind.
Da die Kanincheneulen zumeist auf Erdhügeln als Ansitz ruhen - wenn gegeben allerdings auch auf Ästen, Zaunpfählen oder alten Gebäuden, ganz nach Steinkauzmanier -, erfolgt die Beutejagd hauptsächlich zu Fuß am Boden. Kaninchenkäuze sind hauptsächlich dämmerungsaktiv, jedoch sieht man sie auch häufig am Tage - in der Brutzeit wird 24 Stunden lang gejagt.

Die Brutzeit fällt je nach Region unterschiedlich aus, in den nördlichen Gefilden normalerweise zwischen März und Juni. Auch sind mehrere Jahresbruten je nach Brutareal möglich. Die Geschlechtsreife wird im Alter von 12 Monaten erreicht. Die Bruthöhle wird grob mit Pflanzenmaterial ausgekleidet. Nach der Balz und dem Höhlenbau legt das Weibchen normalerweise 6-9 (Min.-Max. = 3-12) weißliche Eier in die Bruthöhle. Nach 25-30 Tagen schlüpfen die Jungvögel, die Eier werden in der Brutzeit von beiden Elternteilen abwechselnd bebrütet. Nach dem Schlupf benötigen die Jungvögel noch etwa vier weitere Wochen, um das Nest verlassen zu können. Das Großgefieder ist nach rund 60 Tagen voll ausgebildet. Die Jungtiere verbleiben weiterhin als Familienverband bei den Eltern, und trennen sich erst in den folgenden Monaten von den Eltern.

Kanincheneulen besitzen vielfältige Feinde. Neben geflügelten Prädatoren (Eulen, Falken, Habichte und Bussarde, Adler, Geier) sind auch Schlangen, Coyoten, Wölfe, Pumas, Dachse, Füchse, Bären und andere Raubsäuger an den Eulen als Beute interessiert.

distribution

Athene cunicularia besiedelt in mehr als 20 Unterarten Nord-, Mittel- sowie Südamerika;

  • Athene cunicularia cunicularia: Süd-Bolivien und das südliche Brasilien bis Paraguay und Tierra del Fuego;
  • Athene cunicularia hypugaea: Südwest-Kanada über die komplette Westküste der USA sowie Mexico bis El Salvador;
  • Athene cunicularia rostrata: Isla Clarión (Revillagigedo-Inseln von West-Mexico);
  • Athene cunicularia floridana: Die Prärien vom zentralen und südlichen Florida, der Bahamas, von Cuba und der Isle of Pines;
  • Athene cunicularia guantanamensis: Die Küstenregionen des nördlichen Cuba (Guantánamo Province);
  • Athene cunicularia troglodytes: Hispaniola, Gonâve und Beata islands;
  • Athene cunicularia amaura: Der Form halber die Inseln Nevis and Antigua - Ausgestorben;
  • Athene cunicularia guadeloupensis: Der Form halber Guadeloupe - Ausgestorben;
  • Athene cunicularia brachyptera: Isla Magarita;
  • Athene cunicularia arubensis: Aruba;
  • Athene cunicularia minor: Süd-Guyana und das nördlichste Brasilien (Romaira);
  • Athene cunicularia carrikeri: Ost-Kolumbien
  • Athene cunicularia apurensis: Den Norden des zentralen Venezuela;
  • Athene cunicularia tolimae: West-Kolumbien (Tolima);
  • Athene cunicularia pichinchae: West-Ecuador;
  • Athene cunicularia nanodes: Aride Gebiete in West-Peru (Trujillo bis Arequipa);
  • Athene cunicularia intermedia: Die Küstenregionen West-Perus (Paita bis Pacasmayo);
  • Athene cunicularia punensis: Aride Gebiete des südwestlichen Ecuador und des nordwestlichen Peru;
  • Athene cunicularia juninensis: Die Anden des zentralen Peru (Junín) bis West-Bolivien und Nordwest-Argentinien;
  • Athene cunicularia boliviana: Bolivien;
  • Athene cunicularia grallaria: Ost-Brasilien (Maranhão to Mato Grosso and Paraná);
  • Athene cunicularia partridgei: Nord-Argentinien (Corrientes Province).

Viele der Unterarten von A. cunicularia könnten zukünftig Artstatus aufgrund der langen, isolierten Lebensweise erhalten.

remarks

Die IUCN/Birdlife International stuft Athene cunicularia international als "Least Concern = LC" - also als "ungefährdet" - ein. Dies darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Kanincheneule lokal und regional vom Aussterben bedroht/ausgestorben ist und z.T. sogar national dem Aussterben immer näher rückt. Schuld daran sind die Intensivierung der Landwirtschaft, der Einsatz von Insektiziden/Pflanzenschutzmitteln, Urbanisierungsmaßnahmen, der Verlust der früher riesigen Bisonherden durch Bejagung, etc.

Athene cunicularia endet durch die terrestrische Lebensweise häufig als Verkehrsopfer auf den Straßen. Unter Beachtung der jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen hinsichtlich Washingtoner Artenschutzgesetz, nationalen Natur- und Artenschutzgesetzen und auch den entsprechenden Jagdgesetzen lohnt sich mit einer Ausnahmegenehmigung zum Sammeln der Federn das Absuchen der Straßen in den Vorkommensgebieten.

Die Gewölle sind im Durchschnitt 33mm lang und 13mm dick (Variationsbreite 15-52mm Länge und 9-18mm Dicke). Sie bestehen meist nur aus Insektenresten und zerfallen leicht.

conservation status

  • CITES
    appendix 2
  • Regulation (EG) Nr. 865/2006
    appendix B
  • German Federal Nature Conservation Act §44
    protected