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Chevêchette brune
Glaucidium brasilianum
species of Strigidae

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Die Spulen der Federkiele sind durchsichtig weißlich, jedoch gehen im weiteren Verlauf in ein dunkles Braun über.

Die Außenfahnen der Handschwingen H6 bis H9 sind nach außen hin zunehmend immer mehr verengt, während H10 komplett verengt/verschmälert ist und einen Kamm an der Außenfahne besitzt.
Die HS und AS besitzen eine rötlichbraune Außenfahne, eine ebenso gefärbte Innenfahne und einen beige-hellbraunroten, breiten Innenfahnensaum, die bänderartig mit dunkelbraunen - zur Spitze hin fast schwarzen Querbändern versehen sind. Auf den Außenfahnen sind (die Schirmfedern ausgenommen) aufgehellte Flecken zu sehen, die sich zum Kiel hin in beigerotbraune Bänder verbreitern - diese werden dann auf den Innenfahnen fortgesetzt. Insgesamt ähneln die HS und AS denen eines Sperlingskauzes (G. passerinum), sind jedoch deutlich rötlicher.
Die SF besitzen hingegen ebenfalls eine rötlichbraune, teils dunkel rötlichbraune Grundfärbung. Auf den SF ist die Bänderung wesentlich feiner ausgeprägt als auf den HS und AS - die rötliche Färbung der Federn unterscheidet G. brasilianum von den meisten anderen Sperlingskauzarten. Die OFD (OHD, OAD und Alulafedern) sind rötlichbraun mit aufgehellten Flecken.

Jungvögel besitzen eine wesentlich deutlichere und feinere Querbänderung der HS, AS und SF; Weibchen besitzen größere Federn als Männchen, in der Zeichnung sind sie jedoch gleich.

Allgemein zur Ordnung der Eulen

Den Körperfedern der Eulen fehlt der dunig ausgebildete Afterschaft - Zwillingsfedern, wie beispielsweise bei Hühnervögeln, die das dunige Untergefieder bilden. Dafür besitzen sie eine dunige Ausbildung des basalen (spulennahen) Federabschnitts zur Thermoisolation.
Das Großgefieder der Eulen ist samtweich und die Federästchen sind sehr biegsam. Die Außenfahne der äußersten Handschwinge ist zu einem Kamm ausgebildet. Diese beiden Faktoren ermöglichen den Eulen - selbst dem Uhu (Bubo bubo) - einen nahezu lautlosen Flug. Die meisten Eulen besitzen neben den 10 Handschwingen noch ein Remicle, eine verkümmerte, 11. HS. Die Anzahl der Armschwingen liegt je nach Eulenart zwischen 11 und 18 Federn.

feather number longest
primary 10 per wing approx. 87.5mm n=1
P6 (100%)
secondary 13-14 per wing approx. 77.5mm n=1
S2 (100%)
retrix 12
approx. 77.5mm n=1
R2 (100%)
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country allocations

Owls

characteristics

Der Brasil-Sperlingskauz (Glaucidium brasilianum) ist eine der kleinsten Eulenarten der Welt. Die in den englischen Trivialnamen für die Arten der Gattung Glaucidium enthaltenen Bezeichnungen "Pygmy Owl" und "Owlet" bringen diesen Umstand auf den Punkt.
Mit einer Größe von 15-20cm (je nach Unterart und Geschlecht), einer Flügelspannweite von 35-41cm (je nach Unterart und Geschlecht) und einem Gewicht von 46–104g (je nach Unterart und Geschlecht) besitzt der Kauz die Größe von einer Drossel (Turdus species). Die maximale Lebenserwartung in Freiheit liegt bei 4-6 Jahren, in Gefangenschaft bei sieben Jahren.

Männchen bleiben typischerweise ein wenig kleiner und leichter als Weibchen, ansonsten weisen die Geschlechter keinen nennenswerten Dimorphismus auf.

Das Flugbild des Brasilianischen Sperlingskauzes erinnert durch die abgerundeten Flügel und das abgerundete Steuer plus den wellenartigen Flug sowohl an einen Specht, als auch durch die langen Gleitphasen nach vielen und schnellen, aufeinanderfolgenden Flügelschlägen an einen Star (Sturnus vulgaris).

Ein sitzender Brasil-Sperlingskauz erinnert etwas an einen "plumpen, aufgeplusterten Finken".
Der "halslose" Kopf ist klein und flach geformt, und kann bis fast 270 Grad in beide Richtungen gedreht werden - je nach Stimmung kann der Kopf entweder flach und rund oder flach und kantig (aufgeplustert) mit deutlichen "Augenbrauen" wirken. Das "Occipitalgesicht" (also das "Scheingesicht" am Hinterkopf des Brasil-Sperlingskauzes zur Feindabwehr und Einschüchterung) ist deutlich erkennbar. Die Form der Restlicht-verstärkenden Augen wirkt groß und rund, die Iris ist leuchtend gelb. Glaucidium brasilianum besitzt vier Zehen an den glatt befiederten Beinen, von denen die vierte Zehe als "Wendezehe" ausgebildet ist - sie lässt sich bei Bedarf einfach nach hinten drehen. Die Krallen sind schwarz und glatt - im Gegensatz zu den Schleiereulen (Tyto species), deren Krallen auf der Innenseite sägeartig gezahnt sind. Die Ohröffnungen befinden sich nahezu unsichtbar seitlich des Kopfes - Brasil-Sperlingskäuze können auch noch das leiseste Rascheln im Gras oder Laub aus relativ großer Entfernung wahrnehmen. Der Schnabel wirkt sehr kurz und flach, jedoch besitzt Glaucidium brasilianum einen sehr breiten Rachen - ebenso wie alle anderen Eulen und auch Nachtschwalben/Schwalme wie der Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus).
Der Kopf des Brasilianischen Sperlingskauzes ist schokoladenbraun bis rötlichbraun mit kleinen, weißlich-gelben oder rotbraunen Punkten - eine deutliche, helle "Brille" umgibt die Augen. Der Rücken ist ebenso schokoladen- oder rotbraunfarben, jedoch sind im Rückengefieder viele kleinere, gelbliche Querbänder zu sehen. Brust und Bauch sind weißlich mit kleinen, dunkelbraunen oder rötlichen Längsstricheln - die Flanken sind weißbraungelb oder rotbraun gebändert.

Charakteristisch ist für den Brasilianischen Sperlingskauz ist das Schwanzstelzen und - auffächern.

Bei Brasill-Sperlingskäuzen sind neben geraden, zielstrebigen Beuteanflügen auf Kleinsäuger am Tage und kurvenartigen Anflügen in der Dämmerung auch halsbrecherische Verfolgungsjagden von Vögeln durch das Dickicht (ähnlich einem Sperber (Accipiter nisus)) und lange Gleitflüge in Vogelschwärme hinein bekannt. Allen Flugbildern ist jedoch eines gemein - der lautlose Flug, der durch das weiche Gefieder und die kammartigen Strukturen an den äußeren Handschwingen gewährleistet wird.

Manche Stimmäußerungen sind beim Perlkauz recht unspektakulär, jedoch ist das Repertoire sehr vielfältig. Häufig hört man ein heiseres "huh-huh-huh-huh". Das Weibchen singt ähnlich, allerdings etwas höher. Männchen und Weibchen rufen häufig wechselseitig.

Aufgrund der Artenvielfalt der Gattung Glaucidium im Verbreitungsgebiet des Brasilianischen Sperlingskauzes bestehen sehr hohe Verwechslungsgefahren mit anderen Sperlingskauz-Arten!

habitat

Glaucidium brasilianum besiedelt unterschiedliche Habitate. Der Lebensraum des Brasil-Sperlingskauzes sind tropische und subtropische Primär- und Sekundärwälder. Er besiedelt bevorzugt Waldlichtungen und -ränder, baumbestandenes Weideland, Wäldchen entlang von Flüssen. Er hat sich auch menschlichen Siedlungsraum als Lebensraum erschlossen und kommt unter anderem in Parks und großen Gärten vor.
Glaucidium brasilianum ist fast ganzjährig ein territorialer Vogel. Seine Reviergrenzen zeigt er vor allem im südamerikanischen Spätwinter (Mitte August und September) sowie im Herbst (April) durch laute Rufe an. Als Nistgelegenheit nutzt er überwiegend aufgegebene Spechthöhlen in Bäumen. Er brütet aber auch in den alten Nestern des Rosttöpfers, in Termitennestern und in aufgegebenen Bauen von Säugetieren in Lehmwänden.

Die Nahrung von Brasil-Sperlingskäuzen setzt sich je nach Jahreszeit unterschiedlich zusammen. Generell werden Kleinsäuger wie Spitz- und Wühlmäuse sowie Vögel bis Buntspecht- und Turteltaubengröße erbeutet. Aufgrund seiner kräftigen Läufe ist er in der Lage, verhältnismäßig große Beute zu schlagen. Er greift auch Insekten oder Fledermäuse im Flug, ebenso gehören Reptilien und Amphibien zu seiner Beute.
Die Hauptaktivitätszeiten liegen bei Brasil-Sperlingskäuzen in der späten Morgen- und frühen Abenddämmerung sowie am Tage - allerdings jagen sie auch in hellen Vollmondnächten.
Neben den Bruthöhlen besitzt der Brasilianische Sperlingskauz recht zahlreiche Beuteverstecke in Form von Spechthöhlen und äquivalenten Verstecken.

Brasil-Sperlingskäuze sind nur schwach territorial und verteidigen nur die unmittelbare Umgebung der Nisthöhle. Störenfriede an den Bruthöhlen werden lautstark und mit energischen Attacken vehement vertrieben. Gegenüber Fressfeinden verfallen die kleinen Käuze in eine nahezu akinetische Starre, die durch das hervorragende Tarngefieder noch sehr unterstützt wird. Zur Verteidigung der Ästlinge greifen Weibchen neben Drosseln sogar Krähen und Verwandte an.

Die Geschlechtsreife wird bei Strichelkäuzen schon nach 6 Monaten erreicht. Die Balz findet zum größten Teil bei Tageslicht in direkter Umgebung zur Nisthöhle statt. Die Bruthöhle wird vom Weibchen von altem Nistmaterial befreit, zum Teil auch noch mit dem Schnabel ausgearbeitet. Anschließend wird die Höhle mit einer 1cm dicken Schicht aus Federn und Haaren der Beutetiere ausgestattet, um eine dauerhafte Isolierung zu gewährleisten. Das Gelege kann 60-80% des Eigengewichts des Weibchens betragen. Das allein brütende Weibchen legt zwischen Anfang August und Anfang September (die gesamte Brutzeit endet im November) mit einem Abstand von jeweils zwei Tagen 3-5 weiße Eier in die Nisthöhle, die erst mit der Ablage des letzten Eis bebrütet werden - so schlüpfen alle Küken nahezu synchron nach ca. 29 Tagen nach Ablage des letzten Eies. Das Männchen verteidigt das Revier und bringt für das brütende bzw. hudernde Weibchen die Nahrung. Ca. 3-5 Tage nach dem Schlupf der Küken fängt das Weibchen an, Kot-, Nahrungs- und Eireste aus dem Nest zu werfen, die sich dann unten am Fuße des Brutbaumes sammeln - daran ist dann auch ein besetztes Revier zu erkennen! Diese Höhlensäuberung dient der Hygiene und dem Erhalt der Höhlentiefe gegen "angelnde" Säugerpfoten. Die Bruthöhle wird von den Küken ("Nestlinge") nach ca. einem Monat (28-32 Tage) verlassen - nach dem Verlassen der Höhle werden die Nestlinge zu "Ästlingen". Sie werden noch bis zu 8 Wochen mit zerkleinerten Beutetierstücken gefüttert. Frühestens nach zwei Monaten sind die Jungen in der Lage, selbstständig Beute zu erlegen und entweder zu zerkleinern oder vollständig zu fressen - meist jedoch noch später.
Des öfteren werden Bruthöhlen auch über recht viele Jahre hinweg mehrfach genutzt.

distribution

Das Verbreitungsgebiet des Brasil-Sperlingskauzes ist ausgesprochen groß. Er kommt östlich der Anden in einem sehr großen Teil des südamerikanischen Kontinents vor. Im Einzelnen reicht das Verbreitungsgebiet vom Osten Kolumbiens, Venezuelas, Ost-Ecuador, den beiden Guayanas und dem Norden Brasiliens bis in den Osten Boliviens, Paraguays, den Nordosten und der Mitte Argentiniens und Uruguay. Er ist ein Standvogel. Lediglich Jungeulen zeigen eine Dispersionsbewegung.

Der Brasilianische Sperlingskauz (G. brasilianum) zählte bis vor kurzem noch gemeinsam mit dem Ridgway-Sperlingskauz (G. ridgwayi), dem Tucuman-Sperlingskauz (G. tucumanum) und dem Austral-/Anden-Sperlingskauz (G. nana) als eine große Species - dem Brasilianischen Sperlingskauz (G. brasilianum). Die jetzigen Arten galten noch als Unterarten des Brasil-Sperlingskauzes, und wurden erst vor kurzem von diesem abgetrennt. Aus diesem Grund behandeln wir hier alle vier Arten gemeinsam.

Glaucidium brasilianum kommt in acht Unterarten im tropischen Südamerika vor, G. ridgwayi in drei Subspecies in Nord- und Mittelamerika, G. tucumamum in zwei Unterarten ebenfalls im tropischen Südamerika und G. nana ausschließlich in den Anden:
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  • Glaucidium brasilianum brasilianum: Vom Süd-Amazonasbereich Brasiliens bis ins östliche Paraguay, Uruguay und ins nordöstliche Argentinien;
  • Glaucidium brasilianum medianum: Die tropischen Tiefebenen vom nördlichen Kolumbien;
  • Glaucidium brasilianum margaritae: Isla Margarita (Venezuela);
  • Glaucidium brasilianum phaloenoides: Das tropische, nördliche Venezuela, Trinidad und die Guianas;
  • Glaucidium brasilianum duidae: Tepuis vom südlichen Venezuela (Mt. Duida);
  • Glaucidium brasilianum olivaceum: Tepuis vom südlichen Venezuela (Mt. Auyan-Tepuí);
  • Glaucidium brasilianum stranecki: Süd-Uruguay bis ins zentrale Argentinien;
  • Glaucidium brasilianum ucayalae: Die Randbereiche der Anden vom südöstlichen Kolumbien bis Peru und ins nördliche Bolivien.
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  • Glaucidium ridgwayi [ridgwayi or intermedium]: Süd-Texas (das untere Rio Grande Valley) bis Panama (bis zum Panama-Kanal);
  • Glaucidium ridgwayi saturatum: Süd-Mexico (Chiapas) und Guatemala;
  • Glaucidium ridgwayi cactorum: SEüdost-Arizona und das westliche Mexico (Sonora bis Oaxaca);
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  • Glaucidium tucumanum tucumanum: Die subropischen Bereiche des westlichen Argentiniens (Salta und Tucumán bis Córdoba);
  • Glaucidium tucumanum pallens: Die Chacos des östlichen Boliviens, des westlichen Paraguay und des nördlichen Argentiniens.
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  • Glaucidium nana: Die Anden vom südlichen Chile und südlichen Argentinien; überwintert im nördlichen Argentinien of s Chile and s Argentina.

remarks

Aufgrund der präferierten, weitläufigen Brutgebiete des Strichelkauzes muss man mit anstrengenden und zeitaufwendigen Suchaktionen rechnen, wenn man Mauserfedern oder gar Rupfungen dieser Art finden möchte. Natürlich darf man hier die bestehenden Gefahren in den Savannen Afrikas nicht außer Acht lassen - Jaguare, Kaimane, und nicht zuletzt auch Giftschlangen bedeuten nicht zu unterschätzende Gefahren.

Zwar wird der Brasilianische Sperlingskauz weltweit von der IUCN als "Least Concern = LC" (also als "Nicht bedroht") geführt, jedoch schwinden auch nach und nach die Lebensräume dieser kleinen Käuze - die Regenwälder.

Die Gewölle sind im Durchschnitt ca. 30mm lang und 13mm dick (Länge = 16-45mm, Dicke = 10-16mm). Ein verlässliches Erkennungsmerkmal von Gewöllen der Gattung Glaucidium sind stark zerbissene Beutetierknochen.

conservation status

  • CITES
    appendix 2
  • Regulation (EG) Nr. 865/2006
    appendix B
  • German Federal Nature Conservation Act §44
    protected