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Buse variable
Buteo buteo
espèce des Accipitridae

2nd cy
juv.

Der Mäusebussard ist der häufigste Greifvogel in Deutschland. Seine Gefiedervariation ist eine der ausgeprägtesten unter allen einheimischen Greifvögeln. Die Weibchen sind tendentiell größer, erlauben jedoch keine eindeutige Geschlechtsbestimmung. Ein sehr großer Vogel ist jedoch meisten ein Weibchen.

Die äußeren Handschwingen sind in der Spitze schwarzbraun gefärbt und besitzen eine rein Weiße Innenfahnenbasis. Im Übergang findet man angedeutete, teils fleckige Querbinden. Proximal vergrößert sich der Braunanteil und die Querbänderung wird deutlicher. Der Weißanteil unterliegt extremen Schwankungen. So kann weit mehr als die Hälfte der Federn weiß sein, als auch kaum Weiß vorhanden sein. Die Helligkeit der Brauntöne variiert von blassbraun über satt dunkelbraun bis hin zu rötlich braun. Die Armschwingen sind wie die inneren Armschwingen gezeichnet. Oft ist eine dunkle Spitze, manchmal zur Terminalbinde ausgeprägt, zu erkennen. Auf den Schirmfedern verschwimmt das Streifenmuster in unregelmäßige Flecken oder teils komplett einfarbige Brauntöne. Die breite der Bänderung und damit auch die Anzahl der Querbinden variiert zwischen weniger als fünf bis hin zu mehr als zehn. Eine breite Bänderung kann an Habicht oder Sperber erinnern, es fehlt jedoch meist entweder die cremefarbene Innenfahne oder die Federn sind nicht so grau wie bei adulten Habichten (siehe dazu auch Habicht im Vergleich). Größere Ähnlichkeit bieten an dieser Stelle vorallem Milane. Auch beim Mäusebussard können die Armschwingen so dunkel sein, dass die Querbinden sich kaum noch vom Untergrund abheben. Der weiße Kiel auf der Federunterseite verweißt jedoch hier auf einen Bussard. Die Kielunterseite von Milanen ist dunkelbraun bis schwarz gefärbt.

Die Steuerfedern unterliegen den größten Variationen am Mäusebussard. Von einfarbig braun mit breiten deutlichen Querbinden bis hin zu fast rein weiß mit rötlichen Braunanteilen mit nur angedeuteter Bänderung ist alles möglich. Ähnliche Arten wie Rauhfußbussard oder Wespenbussard bieten jedoch definiertere Artmerkmale, weshalb der Mäusebussard oft per Ausschlussverfahren eindeutig bestimmt werden kann. Siehe dazu die entsprechenden Arten im Vergleich.

Die Handschwingen H6-H9 sind in der Außenfahne teilweise verengt. H10 besitzt eine vollständig verengte Außenfahne. Längste Handschwinge ist die H6 oder H7, während H5 annährend so lang ist wie die H9.

Unterscheidung von juvenilen, immaturen und adulten Mäusebussarden

Eine sichere Unterscheidung von Jugend- und Alterskleid ist i.d.R. nur an der Zeichnung und Form der Schwanzfedern sowie der Schwungfedern möglich. Bei Jungvögeln ist die dunkle Subterminalbinde unwesentlich breiter als die restlichen dunklen Binden, während adulte Bussarde eine breitere Subterminalbinde besitzen. Auch die Subterminalbinden der Schwungfedern sind ähnlich different. Weiterhin ist die Bänderung bei adulten Mäusebussarden nicht so fein und dünn ausgeprägt wie bei juvenilen Exemplaren. DIe weißlichen Terminalbinden der Steuer- und Schwungfedern sind bei jungen Mäusebussarden stärker und breiter ausgeprägt als bei adulten Tieren - hier können diese auch völlig fehlen. Jungvögel besitzen eher zugespitzte, adulte Tiere hingegen mehr rundliche Schwung- und Schwanzfedern.
Bänderung und Subterminalbinden geben zwar tendentiell eine Auskunft, können jedoch auf fehlleiten da durch die extreme Variationsbreite die Merkmale auch nur schwach ausgeprägt sein oder gänzlich fehlen können.

Der Wechsel vom Jugend- ins Alterskleid findet in der ersten Mauser - also im Alter von etwa einem Jahr - statt. Dabei wird nicht das gesamte Großgefieder erneuert, sondern es verbleiben meist noch die äußersten Handschwingen. Dieser Umstand ermöglicht die Differenzierung von juvenilen / diesjährigen, immaturen und adulten Mäusebussarden.

plume nombre plus longue
rémige primaire 10 par aile 314.5 - 360.5mm n=48
P7 (42%) P6 (58%)
rémige secondaire 15-16 par aile 211.0 - 246.5mm n=47
S2 (23%) S1 (74%) S3 (2%)
rectrice 12
228.0 - 254.5mm n=42
R2 (64%) R3 (10%) R4 (5%) R1 (21%)
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juv.
1st cy
1st cy
1st cy
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Galerie des spécimens

Allocations nationales

Autochtone

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Occasionnel

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Hawks, eagles and old world vultures

Caractéristiques

Der Mäusebussard (Buteo buteo) erreicht eine Gesamtgröße von 40-58 cm, wovon 20-28 cm auf das Steuer entfallen. Die Flügelspannweite beträgt 109-138 cm und das Gewicht für männliche Individuen 427–1180 g. Weibchen sind etwas schwerer mit 486-1360 g.
Die maximale Lebenserwartung liegt bei 26 Jahren in freier Natur und bei 30 Jahren in Gefangenschaft.

Mäusebussarde sind in ihrer Gefiederfärbung sehr variabel. Neben den Unterschieden zwischen immaturen Individuen, die ein jugendliches Federkleid tragen, und adulten Mäusebussarden, gibt es auch geographische und durch die jeweilige Population bedingte Unterschiede. Zusätzlich können auch z.T. Variationen von Unterarten beobachtet werden.
Diese Vielfalt macht Buteo buteo zum Greifvogel mit der größten Variationsbreite der West-Paläarktis. Der Rücken weist die größte Variabilität auf: Von einheitlich dunkelbraun über dunkelbraun mit weißen, eingestreuten Flecken, bis hin zu einer Färbung von weiß, braun und rötlich, beige und braun oder fast komplett weißlich oder beige mit eingestreuten, kleinen braunen Flecken.
Die Iris ist bei juvenilen Mäusebussarden eher grau, und färbt sich mit zunehmendem Alter ins bräunliche um, wobei auch hier, je nach Färbung des Gefieders, Unterschiede existieren können.
Adulte Mäusebussarde besitzen einen gelben Schnabelansatz, die sogenannte Wachshaut, gelbe Lidringe um die Augen herum, sowie gelb gefärbte Beine und Krallen. Im Gegensatz zum Raufußbussard (Buteo lagopus) sind die Beine und Zehen unbefiedert.
Die Flügel wirken bei Buteo buteo im Verhältnis zur Länge ziemlich breit, und sind im normalen Segelflug eher abgerundet. Bei segelnden Mäusebussarden sind die fünf äußeren Schwungfedern als "Finger" deutlich zu erkennen. Während diese fünf "Finger" zur Spitze hin einen sehr großen, schwarzbraun gefärbten Endbereich besitzen, sind die restlichen Hand- und Armschwingen bei vielen Individuen ebenfalls im Spitzenbereich sehr großzügig schwarzbraun gefärbt, sodass im ausgestreckten Flügel ein breites, schwarzbraunes Hinterband an der hinteren Flügelkante zu erkennen sein kann.
Das Steuer ist recht kurz, und besitzt ebenfalls häufig eine mehr oder minder ausgebildete, schwarzbraune Subterminalbinde. Zu beachten ist hier, dass das Steuer von Mäusebussarden abgerundet ist.

Der Falken- oder Steppenbussard - Buteo buteo vulpinus

Buteo buteo vulpinus besitzt die typische Gestalt der Nominatform buteo, jedoch ist der Schwanz etwas länger. Zudem wirken die Flügel insgesamt schlanker und etwas spitzer, wobei jedoch die Handbereiche der Flügel breiter sind als die restlichen Flügel. Mit 40–48cm Körperlänge sowie 105-125cm Flügelspannweite ist vulpinus deutlich kleiner als buteo.

Es existieren vier verschiedene Farbmorphen bei vulpinus - eine dunkle, eine rotbraune, eine fuchsrote und eine graue Morphe.

  • Vögel der dunklen Morphe sind am Körper schwarzbraun, ebenso auf den Ober- und Unterflügeldecken. Die Schwungfedern wirken sehr hell, und die dunkle und breite Endbinde in den Schwungfedern am Flügelhinterrand ist stark ausgeprägt. Der Schwanz wirkt ebenfalls hell, und besitzt eine breite, dunkle Endbinde.
  • Die rotbraune Morphe ähnelt der Nominatform, jedoch fehlt das helle Brustband. Die Handflügel wirken hell, und die Endbinde der Steuerfedern ist nur schwach ausgeprägt.
  • Bussarde der fuchsroten Morphe wirken insgesamt sehr rötlich. Die Endbinde ist im Steuer ebenfalls relativ schwach ausgeprägt, die Endbinde der Schwungfedern jedoch recht stark. Die fuchsrote Morphe besitzt als einzige ein helles Brustband.
  • Die Vögel der grauen Morphe ähneln denen der rotbraunen, jedoch sind bei ihnen alle warmen braunen Federbreiche durch graue Farbtöne ersetzt.
Insgesamt besitzen die Individuen der Unterart vulpinus deutlich mehr Rottöne in den Steuerfedern als buteo. Je nach Farbmorphe können die kompletten Steuerfedern rostrot sein, was eher an den Adlerbussard (Buteo rufinus) erinnert als an Buteo buteo.

Lautäußerungen des Mäusebussards

Der typische Ruf von Mäusebussarden ist ein kräftiges und langgezogenes, an eine Katze erinnerndes, "Kiau". Weiterhin äußern die Jungvögel gerade im Sommer bettelnd wirkende "Piä"-Rufe.

Habitat

Der Mäusebussard besiedelt bevorzugt kleine Waldgebiete, Bereiche am Waldrand und Feldgehölze mit angrenzendem Offenland wie Wiesen, Weiden, Heide- und Feuchtgebiete, die als Nahrungshabitate fungieren. Zunehmend besiedelt die Art auch baumarme Landschaften und brütet auch in Einzelbaumreihen und in Gehölzen in Siedlungsnähe.

Buteo buteo ernährt sich überwiegend von Kleinsäugern. Darüber hinaus werden auch Vögel, Reptilien, Amphibien und Insekten erbeutet. Aas ist ebenfalls Bestandteil des Nahrungsspektrums. Daher kommt es immer wieder zu Kollisionen im Straßen- und Zugverkehr, da die Vögel überfahrene Tiere verzehren.
Die Zusammensetzung der Nahrung kann je nach Region, Lebensraum und Nahrungsverfügbarkeit variieren. Außerdem wurden Unterschiede zwischen adulten und subadulten Tieren ermittelt. So ist der Anteil an Wirbellosen im Nahrungsspektrum bei subadulten Tieren deutlich höher.

Ab Ende Februar besetzen Mäusebussarde ihre Brutreviere. Die Horste werden in Bäumen errichtet und oftmals mehrjährig genutzt. Vor Beginn der Brut werden alte Nester mit frischen Zweigen ausgebessert.
Die Eiablage erfolgt ab Mitte März, das Gelege besteht in der Regel aus zwei bis drei Eiern. Mäusebussarde begehen eine Jahresbrut. Die Brutdauer beträgt 33 bis 35 Tage, das Brutgeschäft wird überwiegend vom Weibchen übernommen. Nach dem Schlupf ist das Männchen für den Nahrungserwerb zuständig, im Verlauf der Nestlingszeit beteiligt sich zunehmend auch das Weibchen an der Nahrungssuche. Nach 40 bis 50 Tagen sind die Jungtiere flügge, die anschließende Bettelflugphase, in der die Jungtiere weiterhin von den Alttieren versorgt werden, beträgt sechs bis acht Wochen.
Die Geschlechtsreife tritt beim Mäusebussard im 2. bis 3. Lebensjahr ein. Die Art zeigt eine hohe Reviertreue und ist monogam. Die Lebenserwartung des Mäusebussards liegt bei etwa 25 Jahren.

Mäusebussarde sind je nach Verbreitungsgebiet Standvögel, Teil- oder Kurzstreckenzieher. Der größte Teil der westeuropäischen Population besteht aus Standvögeln. Die mitteleuropäischen Populationen ziehen meist nicht mehr als 50 km von ihren Brutrevieren weg. Skandinavische Mäusebussarde sind hingegen Zugvögel, deren Überwinterungsgebiete sich von Südschweden, Dänemark und Deutschland bis nach Frankreich erstrecken.

Répartition

Je nach Quelle werden zwischen 5 und 11 Unterarten bei Buteo buteo differenziert. Nachfolgend beziehen sich die Angaben auf das "Handbook of the birds of the world" mit insgesamt 9 validen Unterarten:

  • B. b. buteo (Nominatform - Eurasischer Bussard): Besiedelt Europa nordwärts bis Schweden und ostwärts über Polen und Rumänien bis in die Türkei. Ausgenommen sind einige Regionen in Südeuropa (z.B. Italien - siehe weiter unten). Überwintert in den südlichen Arealen der Brutgebiete (in Ausnahmen bis West-Afrika).
  • B. b. pojana: Besiedelt das zentrale und südliche Italien sowie Sizilien.
  • B. b. arrigonii: Besiedelt Korsika und Sardinien.
  • B. b. insularum: Besiedelt die Kanarischen Inseln.
  • B. b. harterti: Besiedelt Madeira.
  • B. b. rothschildi: Besiedelt die Azoren.
  • B. b. menetriesi: Besiedelt die südliche Krim-Region und den Kaukasus südwärts bis in die östliche Türkei und den Nord-Iran.
  • B. b. bannermani (Kap-Verde-Bussard): Besiedelt die Kapverdischen Inseln.
  • B. b. vulpinus (Falkenbussard oder Steppenbussard): Besiedelt Finnland sowie den europäischen Teil Russlands ostwärts bis zum Fluss Yenisey, sowie südwärts bis in den nördlichen Kaukasus und bis nach Zentralasien (Altai, Tien Shan). Überwintert hauptsächlich im östlichen und südlichen Afrika sowie in Südasien.
Die oben erwähnten Inselformen sind z.T. umstritten. Zudem ist die Überarbeitung der Taxonomie zu den Unterarten noch nicht abschließend geklärt.

Statut de conservation

  • CITES
    Annexe 2
  • Règlement (CE) n o 865/2006
    Annexe A
  • Loi fédérale allemande sur la conservation de la nature (FNCA) §44
    Strictement protégé