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Grand-duc de Verreaux
Bubo lacteus
species of Strigidae

Die Spulen der Federkiele sind durchsichtig weißlich, jedoch gehen im weiteren Verlauf in ein dunkles Braun über.

Die Handschwingen, Armschwingen, Oberflügeldecken und auch die Steuerfedern sind eulentypisch gebändert - nur wenige, breite, dunkelgraubraune Bänder durchziehen die Schwungfedern und das Steuer, wobei das Steuer insgesamt feiner gebändert ist als die Schwungfedern. Die Grundfarbe der Schwung- und Steuerfedern ist ein weißliches Grau. Neben der Bänderung befinden sich noch zahlreiche, dunkle, punktförmige Sprenkel über die gesamte Feder verteilt, die Bänderung ist somit nicht klar abgegrenzt sondern diffus.

Jungvögel besitzen eine wesentlich feinere Querbänderung der HS, AS und SF; Weibchen besitzen größere Federn als Männchen, in der Zeichnung sind sie jedoch gleich.

Allgemein zur Ordnung der Eulen

Den Körperfedern der Eulen fehlt der dunig ausgebildete Afterschaft - Zwillingsfedern, wie beispielsweise bei Hühnervögeln, die das dunige Untergefieder bilden. Dafür besitzen sie eine dunige Ausbildung des basalen (spulennahen) Federabschnitts zur Thermoisolation.
Das Großgefieder der Eulen ist samtweich und die Federästchen sind sehr biegsam. Die Außenfahne der äußersten Handschwinge ist zu einem Kamm ausgebildet. Diese beiden Faktoren ermöglichen den Eulen - selbst dem Uhu (Bubo bubo) - einen nahezu lautlosen Flug. Die meisten Eulen besitzen neben den 10 Handschwingen noch ein Remicle, eine verkümmerte, 11. HS. Die Anzahl der Armschwingen liegt je nach Eulenart zwischen 11 und 18 Federn.

country allocations

Owls

characteristics

Mit einer Größe von 60-65cm, einer Flügelspannweite von ca. 140cm und einem Gewicht von 1615–1960g (Männchen) bzw. 2475–3115g (Weibchen) ist der Milch- oder Blassuhu eine der größten Eulen der Welt (fast so groß wie Bubo bubo), und besitzt die Größe eines Adlers ("Eagle-Owl"). Weibchen sind größer und schwerer als männliche Tiere. Die maximale Lebenserwartung liegt in der Natur bei 27 Jahren, in Gefangenschaft durchschnittlich bei mehr als 28-34 Jahren (in Extremfällen sogar fast 70 Jahre in Gefangenschaft!).

Das Flugbild des Blassuhus ist durch die abgerundeten, stark befingerten und breiten sowie langen Flügel und das lange, abgerundete Steuer Adler-typisch - ähnlich einem Uhu (Bubo bubo).

Der "halslose" Kopf ist recht flach geformt und wirkt "bullig", und kann bis fast 270 Grad in beide Richtungen gedreht werden - je nach Stimmung kann der Kopf entweder flach und rund oder flach und kantig (aufgeplustert) wirken. Die Form der Restlicht-verstärkenden Augen wirkt groß und rund, die Iris ist dunkel orange - so wirken die Augen groß und durchdringend. Bubo lacteus besitzt vier graue, befiederte, Zehen, von denen die vierte Zehe als "Wendezehe" ausgebildet ist - sie lässt sich bei Bedarf einfach nach hinten drehen. Die Krallen sind schwarz und glatt - im Gegensatz zur Schleiereule (Tyto alba), deren Krallen auf der Innenseite sägeartig gezahnt sind. Die Ohröffnungen befinden sich nahezu unsichtbar seitlich des Kopfes (die großen Federohren sind nur Tarnung) - Milchuhus können auch noch das leiseste Geräusch aus relativ großer Entfernung wahrnehmen. Der schwarze Schnabel wirkt mächtig für eine Eule. Bubo lacteus besitzt einen sehr breiten Rachen - ebenso wie alle anderen Eulen und auch Nachtschwalben / Schwalme wie der Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus).
Der Kopf des Blassuhus ist in der Grundfarbe gräulich mit einer dunkelbraunen und schwarzen, diffusen Fleckung und Strichelung, das Gesicht besitzt eine weißliche bis graue, schwarz eingerahmte Maske. Brust und Bauch besitzen die erwähnte, gräuliche Grundfarbe mit einer schwarzgrauen, recht feinen Sperberung. Die gesamte Rückenregion ist grau und besitzt einige eingestreuten, weißlichen Flecken. Die Flügel und das Steuer sind oberseits ebenfalls gräulich mit dunklen, breiten Querbänden - die Unterflügel und die Unterschwanzdecken jedoch sind - bis auf die Schwungfedern - gräulich-weiß.

Die Balzlaute beider Geschlechter des Milchuhus klingen im Grundsatz gleich - das Männchen ruft sehr dunkel und dumpf "Ruh-Rhu-Rhu-Rhu" - ähnlich einem Krötenruf, das Weibchen klingt etwas höher.

habitat

Bubo lacteus besiedelt unterschiedliche Habitate. Der Blassuhu bewohnt hauptsächlich die Savannen des südlichen Afrikas (südlich der Sahara) - von dornigen Savannen über mit einzelnen Baumbeständen versehenen Savannen bis hin zu Galleriewäldern mit offenem Gelände und trocken gefallenen, ehemaligen Regenwäldern, in denen der Baumbestand lichter geworden ist mit Einzug der Trockenheit.

Die Nahrung der dämmerungs- und nachtaktiven Milchuhus besteht zum größten Teil aus mittelgroßen Säugetieren (ab Rattengröße) und Vögeln ab Taubengröße. Weiterhin werden aber auch Amphibien, Reptilien und große Insekten erbeutet. Die Jagd findet fast ausschließlich von Ansitzwarten aus statt. Bevorzugt werden bei den Säugetieren Südafrikanische Igel und Ratten erbeutet, aber auch Jungaffen und Hasen stehen auf dem Speiseplan.

Die Geschlechtsreife wird bei Milchuhus im zweiten Lebensjahr erreicht. Die Brutzeit ist variabel innerhalb des riesigen Verbreitungsgebietes - normalerweise März bis September mit einer Mehrheitsspitze von Juni bis August; im Westen des Verbreitungsgebietes liegt die Brutzeit zwischen Januar und März - im Nordosten hingegen zwischen Oktober und Januar. Es findet nur eine Jahresbrut statt. Milchuhus leben saisonal bis lebenslang monogam. Nach der Balz paaren sich die Uhus. Gebrütet wird in alten Nestern großer Vogelarten - sehr selten auch einmal in (Halb-)Höhlen oder am Boden. Das Weibchen legt 2-3 weißliche Eier in das Nest. Das Weibchen bebrütet die Eier alleine, das Männchen versorgt sie (und später auch die Jungeulen) mit Nahrung. Nach etwa 34 Tagen schlüpfen die Jungen, nach 35-45 Tagen verlassen sie - noch flugunfähig - das Nest. Da sie meist unsanft auf dem Waldboden landen, klettern sie unter Zuhilfenahme ihres Schnabels und der Krallen nun wieder einen Baum empor - nun sind sie von "Nestlingen" zu "Ästlingen" geworden. Nach 70-100 Lebenstagen erreichen sie ihre Flugfähigkeit, das Gefieder ist nun vollends ausgebildet.

distribution

Der Blassuhu besitzt ein großes Verbreitungsgebiet - es sind keine Unterarten bekannt. Bubo lacteus besiedelt nahezu das gesamte, südliche Afrika (ausgenommen der Regenwald- und Wüstenbereiche), jedoch sind einige Populationen verinselt.

remarks

Der Milchuhu wird global von der IUCN / Birdlife International als "LC = Least Concern" - also als "Nicht gefährdet" eingestuft. Jedoch ist es so, dass durch Bejagung und auch Urbanisierung sowie durch Ausbreitung der Wüsten und der Sahelzone auch bei dieser Art Rückgänge stattfinden.

Die Gewölle sind meist sehr groß - im Durchschnitt etwa 72mm lang und etwa 34mm dick (Min.-/Max.-Werte 40-130mm Länge und 15-45mm Dicke). Die Gewölle enthalten Säugetierknochen und z.T. auch Federn.

conservation status

  • CITES
    appendix 2
  • Regulation (EG) Nr. 865/2006
    appendix B
  • German Federal Nature Conservation Act §44
    protected