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Lechuza común
Tyto alba
species of Tytonidae

ad. female
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Die Schleiereule besitzt zwar ein recht leicht zu bestimmendes Federkleid, variiert jedoch durch ihre fast weltweite Verbreitung in ihrer Färbung recht stark.

Die Handschwingen sind im inneren Teil rein weiß gefärbt und verlaufen zur Außenfahne in ein goldenes Beige. Die Spitze der Feder ist gräulicher und hell/dunkel gesprenkelt. Auffällig sind auch die "Augen" in der Spitze der Schwingen, helle, dunkel umrandete Flecken. Auf der Grundfärbung zeigen sich Querstreifen, welche auf der Innenfahne dunkelbraun und auf der Außenfahne eher fleckig gezeichnet sind. Als Besonderheit ist auch hervorzuheben, dass die Handschwingen keine Verengung der Außenfahne zeigen. Die Armschwingen besitzen eine ähnliche Färbung und verlaufen proximal in die Schirmfedern in eine einheitliche graue, schwarz gesprenkelte Färbung. Die Steuerfedern besitzen die selbe Färbung wie Hand- und Armschwingen. Die innerste Steuerfeder ist wie bei den meisten anderen Vögeln eher symmetrisch aufgebaut und besitzt bei der Schleiereule einen deutlich kleineren Weißanteil.

Die Schleiereule variiert in ihren Unterarten stark. So sind die Schwingen teils stark aufgehellt und besitzen nur eine angedeutete Bänderung. Die Konturfedern variieren ins rötliche bishin ins rein Weiße. Die in Deutschland heimische Tyto alba guttata besitzt im Gegensatz zur Nominatform eine gelblich braune Bauchbefiederung.

Kurzbeschreibung der Unterarten

Die Unterarten Europas und Afrikas

  • Die Mediterrane Schleiereule (T. a. alba) - Die Brust der Tiere ist weiß, manchmal mit kleinen dunklen Sprenkeln.
  • Die Mitteleuropäische Schleiereule (T. a. guttata) - Die Bauchseite ist gelblich-braun, auch der Schleier ist etwas dunkler.
  • Die Sardinisch-Korsische Schleiereule (T. a. ernesti) - Sie besitzt eine weiße Unterseite. Bei dieser Form ist außerdem das Obergefieder sehr hell, und die Flügelunterseiten sowie der Gesichtsschleier sind reinweiß. Auffällig ist ein rostroter Fleck vor den Augen.
  • Die Arabische Schleiereule (T. a. erlangeri) - Sie hat ebenfalls eine weiße Unterseite, manchmal durchsetzt mit schwarzbraunen Punkten. Die Flügel sind hell, und die Schwanzfedern zeigen aschgraue Binden sowie eine graumarmorierte Endbinde.
  • Die Kanaren-Schleiereule (T. a. gracilirostris) - Sie ist relativ klein und besitzt einen sehr schlanken Schnabel. Die Unterseite ist rostgelb und grob gefleckt, die Oberseite ist hell mit pfeilspitzenartiger Zeichnung.
  • Die Madeira-Schleiereule (T. a. schmitzi) - Bei dieser Form ist die Unterseite rahmfarben bis gelblich-weiß und grob gefleckt. Der Kopf ist etwas dunkler und leicht rostrot gefärbt, der Schleier ist weiß. Das Obergefieder ist sehr hell und ähnelt dem der Mediterranen Schleiereule mit groben schwarzen und weißen Flecken.
  • Die Afrikanische Schleiereule (T. a. affinis) - Sie hat im Vergleich mit den europäischen Unterarten relativ lange und wenig befiederte Zehen bzw. Läufe. Die Unterseite dieser Subspecies ist rostgelb gefärbt, ansonsten sind die Männchen in der Grundfarbe weiß, die Weibchen ockergelb. Das Obergefieder sowie die Seiten tragen eine Zeichnung aus pfeil- bis tropfenförmigen, dunkelbraunen Punkten und Linien.
  • Die Madagaskar-Schleiereule (T. a. hypermetra) - Sie ist deutlich größer als die afrikanische Festlandform affinis, gleicht dieser jedoch in ihrer Färbung.
  • Die São-Tomé-Schleiereule (T. a. thomensis) - Die Oberseite dieser Unterart ist sehr dunkel und reicht von grau bis fast schwarz - mit schwarzen und weißen Flecken. Der Gesichtsschleier ist braun, die Unterseite ist goldbraun und kann mit groben oder feinen Flecken gezeichnet sein.
  • Die Kap-Verde-Schleiereule (T. a. dedorta) - Der Schleier und die Bauchseite sind relativ dunkel gelb gefärbt, die Oberseite ist ebenfalls dunkel, mit sehr großen schwarzen und weißen Flecken. Die Schwanzfedern sind scharf gebändert.

Die Unterarten Asiens und Australiens

  • Die Australische Schleiereule (T. a. delicatula) - Sie ist unterseits weiß und auf der Oberseite grau mit einem bräunlichen Ton.
  • Die Indische Schleiereule (T. a. stertens) - Die Oberseite ist blass grau und braungelb gefärbt mit feinen schwarzen und weißen Punkten, die Unterseite ist weiß bis leicht bräunlich-gelb mit vielen kleinen Punkten.
  • Die Javanischen Schleiereule (T. a. javanica) - Die Färbung gleicht jener der Indischen Schleiereule, allerdings ist diese Form etwas dunkler und stärker gefleckt.
  • Die Kisar-Schleiereule (T. a. kuehni) - Sie ähnelt der Indischen Schleiereule in der Färbung, ist allerdings oberseits ockergelb und hat breitere, schwarze Punkte. Die Unterseite ist bräunlich getönt und quergebändert.
  • Die Sawu-Schleiereule (T. a. everetti) - Sie gleicht der Kisar-Schleiereule, ist nur etwas kleiner und besitzt weniger stark ausgeprägte Zehen und einen schlankeren Schnabel.
  • Die Andamanen-Schleiereule (T. a. deroepstorffi) - Sie besitzt sehr ausgeprägte und kräftige Zehen und ist durch die großen rostbraunen Flecken auf der grauen Oberseite auffällig gefärbt. Dadurch ist sie von allen Inselformen die dunkelste. Unterseits ist sie hell-ockerfarben mit dunklen braunen Punkten.
  • Die Sumba-Schleiereule (T. a. sumbaensis) - Sie ist unterseits weiß und besitzt charakteristische blasse - fast weiße - Schwanzfedern.
  • Die Neuguinea-Schleiereule (T. a. meeki) - Sie ist unterseits weiß bis silberweiß, das Obergefieder und der Schwanz sind ebenfalls sehr hell.
  • Die Boang-Schleiereule (T. a. crassirostris) Sie ähnelt der Australischen Schleiereule, hat aber einen kräftigeren Schnabel und stärkere Fänge. Die Färbung ist etwas dunkler.
  • Die Samoa-Schleiereule (T. a. lulu) - Sie ähnelt der Australischen Schleiereule, ist jedoch etwas kleiner und jede einzelne Rückenfeder hat eine schwarze Spitze mit weißem Zentrum.

Die Unterarten Nord- und Süd-Amerikas

  • Die Nordamerikanische Schleiereule (T. a. pratincola) - Mit einer Flügellänge von bis zu 370 Millimetern und einer Gesamtlänge von fast 430 Millimetern handelt es sich um die größte Schleiereule. Die Oberseite der Tiere ist hell- bis dunkelorange, manchmal mit grauen Beimischungen, die Unterseite ist schwachorange bis weiß und mit markanten braunen Spitzen gezeichnet.
  • Die Amerikanische Schleiereule (T. a. furcata) - Sie ist fast gänzlich weiß mit einer blassorangenen Oberseite. Der weiße Schwanz ist manchmal quergebändert, und die reinweiße Unterseite kann kleine Flecken aufweisen.
  • Die Curaçao-Schleiereule (T. a. bargei) - Sie ist unterseits reinweiß mit grober Fleckung. Sie ähnelt eher den europäischen Unterarten als denen der anderen benachbarten Inseln.
  • Die Galápagos-Schleiereule (T. a. punctatissima) - Sie gleicht in der Färbung nigriscens. Sie gehört mit einer Flügellänge von etwa 230 Millimetern zu den kleinsten Schleiereulen. Die Färbung ist sehr dunkel mattbraun mit weißen Flecken.
  • Die Santa-Cruz-Schleiereule (T. a. interposita) - Das Gefieder wird bei dieser Form durch orangeockere Farbtöne dominiert.
  • Die Guatemala-Schleiereule (T. a. guatemalae) - Sie ist dunkler als die Nordamerikanische Schleiereule, ähnelt ihr jedoch in der Zeichnung.
  • Die Peruanische Schleiereule (T. a. contempta) - Die Oberseite dieser Form ist dunkelgrau bis -braun, mit blassgrauen Flecken. Die Unterseite ist schwach rostbraun mit einer Zeichnung aus unregelmäßigen, braunen, kreuzförmigen Flecken. Auch der Schleier ist blassbraun.
  • Die Kolumbianische Schleiereule (T. a. subandeana) - Sie ähnelt contempta, hat aber eine weniger auffällige Zeichnung der Bauchseite.
  • Die Guayana-Schleiereule (T. a. hellmayri) - Sie ist hell gefärbt, und unterseits weiß mit schwarzen Sprenkeln - manche Individuen sind allerdings auch rostgelb auf der Bauchseite. Ansonsten ähnelt sie der Brasilianischen Schleiereule in der Zeichnung.
  • Die Brasilianische Schleiereule (T. a. tuidara) - Sie ähnelt in ihrem Aussehen der Mitteleuropäischen Schleiereule, hat allerdings längere Beine.
  • Die Hispaniola-Schleiereule (T. a. glaucops) - Auch sie ist weiß, besitzt jedoch eine Zeichnung aus Zickzacklinien auf der Unterseite, und ein charakteristisches graues Gesicht. Siehe Artstatus: Tyto glaucops
  • Die Bahama-Schleiereule (T. a. lucyana) - Sie gleicht der Nordamerikanischen Schleiereule. Die Federspitzen sind allerdings mit grauschwarzen Punkten versehen.
  • Die Kleine-Antillen-Schleiereule (T. a. insularis) - Sie ist relativ klein und dunkel gefärbt, und weist augenförmige Flecken auf der Unterseite sowie eine weiße „Kritzelung“ auf der Oberseite auf.
  • Die Dominika-Schleiereule (T. a. nigrescens) Sie ist insularis sehr ähnlich, hat allerdings keine Augenflecken.
  • Die Chilenische Schleiereule (T. a. hauchecornei) - Sie ist äußerlich den anderen südamerikanischen Unterarten ähnlich.

Allgemein zur Ordnung der Eulen

Den Körperfedern der Eulen fehlt der dunig ausgebildete Afterschaft - Zwillingsfedern, wie beispielsweise bei Hühnervögeln, die das dunige Untergefieder bilden. Dafür besitzen sie eine dunige Ausbildung des basalen (spulennahen) Federabschnitts zur Thermoisolation.
Das Großgefieder der Eulen ist samtweich und die Federästchen sind sehr biegsam. Die Außenfahne der äußersten Handschwinge ist zu einem Kamm ausgebildet. Diese beiden Faktoren ermöglichen den Eulen - selbst dem Uhu (Bubo bubo) - einen nahezu lautlosen Flug. Die meisten Eulen besitzen neben den 10 Handschwingen noch ein Remicle, eine verkümmerte, 11. HS. Die Anzahl der Armschwingen liegt je nach Eulenart zwischen 11 und 18 Federn.

feather number longest
primary 10 per wing 217.5 - 247.0mm n=28
P9 (50%) P8 (50%)
secondary 15-16 per wing 140.5 - 172.0mm n=26
S1 (50%) S2 (50%)
retrix 12
123.5 - 139.5mm n=22
R6 (59%) R5 (32%) R1 (5%) R2 (5%)
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1st cy
juv.
2nd cy female
ad.
juv.
ad. male
specimens gallery

country allocations

introduced

Seychelles ·

native

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vagrant

Estonia · Finland · New Zealand · Norway · Svalbard and Jan Mayen ·

Owls

characteristics

Die Schleiereule (Tyto alba) ist ein mittlerer bis großer Vertreter der Schleiereulen (Familie Tytonidae ).
Schleiereulen erreichen eine Länge von ca. 32-40cm, eine Flügelspannweite von 75-110cm und ein Gewicht von 187-700g (mitteleuropäische Schleiereulen besitzen eimne Körperlänge von ca. 34cm, eine Flügelspannweite von 90-98cm sowie ein Gewicht von 290-340g bei Männchen (im Mittel 315g) sowie von 310-370g bei Weibchen (im Mittel 340g, wobei das Gewicht während der Brut bzw. mit Eiern im Bauch bis zu 455g betragen kann - im Mittel hier 415g).
Die maximale Lebenserwartung beträgt in der Natur mindestens 22 Jahre (Schleiereulen werden in der Natur aufgrund von Prädation und Autoverkehr allermeist kaum älter als 4-5 Jahre), in der Volierenhaltung über 25 Jahre.

Im Flug fällt auf, dass Tyto alba ein sehr helles Erscheinungsbild besitzt - gerade die Flügel sind von unten größtenteils weiß.

Am auffälligsten bei allen Arten der Gattung Tyto ist der weißsilbrige, herzförmige Gesichtsschleier - u.U. kann er auch einmal einen beigeton besitzen, je nach Art / Unterart - so wirken die Augen mit ihren dunkel-bernsteinfarbenen Regenbogenhäuten geradezu riesig in dem kleinen Gesicht. Der Schleier (Maske) hilft den Eulen bei der akustischen Wahrnehmung und Orientierung. Tyto alba besitzt vier Zehen an den recht glatt befiederten Beinen (die Zehen sind borstenartig befiedert), von denen die vierte Zehe als "Wendezehe" ausgebildet ist - sie lässt sich bei Bedarf einfach nach hinten drehen. Die Krallen sind schwarzgraubraun, und alle Krallen sind gezahnt - im Gegensatz zu allen anderen Eulen außerhalb der Familie Tytonidae. Die Zehen sind graugelblich gefärbt. Der hornfarbene, lange sowie spitze Schnabel wirkt sehr schmal und flach, jedoch besitzt die Schleiereule einen sehr breiten Rachen - ebenso wie alle anderen Eulen und auch Nachtschwalben / Schwalme wie der Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus). Der "halslose" Kopf kann bis fast 270 Grad in beide Richtungen gedreht werden. Die Ohröffnungen befinden sich nahezu unsichtbar seitlich des Kopfes - Schleiereulen können auch noch das leiseste Rascheln im Gras oder Laub aus relativ großer Entfernung wahrnehmen.
Die komplette Rückenpartie der Schleiereulen besitzt einen dunklen, goldgelben Grundfarbton - von der Stirn angefangen über den Nacken, Rücken, die Flügel, den Steiß bis zu den Schwanzfedern befindet sich - je nach Individuum und Unterart in der Ausprägung - eine dichte, bläulichgraue, kleine Perlung im Goldgelb des Gefieders.. In der Perlung selbst befinden sich schmale, aber deutliche weiße Tropfen in unregelmäßigen Abständen. Die Schwungfedern selbst sind fein und schwarz gebändert - wie die Steuerfedern ebenso. Die Unterseite der Schleiereulen ist - wiederum je nach Unterart und Individuum - entweder komplett weiß ohne feine Punktung, weiß mit feiner Punktung, Brust goldgelb und Bauch sowie Flanken weiß mit oder ohne Punktung, oder komplett goldgelb mit oder ohne Punktung.

Die Flügel sind recht lang und rundlich, das Steuer wirkt abgerundet und ebenfalls recht kurz.

Die Stimmäußerungen der Schleiereulen sind nachts nicht weit zu hören. Sie bestehen krächzenden und kratzigen Geräuschen, die eher an technische Geräusche als an Eulenstimmen erinnern:

habitat

In Mitteleuropa bevorzugt Tyto alba überwiegend die Tieflandbereiche - in höheren Lagen sind die klimatischen Verhältnisse für die Schleiereule oft sehr ungünstig. Schleiereulen können nur wenig Fett speichern, so dass sie in strengen Wintern sehr hohe Verluste von bis zu 90% erleidet. Nur sehr selten brütet sie auch in waldarmen Mittelgebirgslagen höher als 600m üNN - aus diesem Grund meidet sie auch den größten Teil der Alpenregion.
Die Schleiereule brütet ist in den meisten Gegenden Mittel-Europas ein ausgesprochener Kulturfolger geworden - sie brütet in alten Kirchtürmen, Scheunen, auf Dachböden sowie in speziellen Nistlästen. Auch als Schlaf- und Ruheplatz werden diese Gebäude gerne genutzt, wichtig sind ihr besonders Ungestörtheit sowie die Möglichkeit frei An- und Abfliegen zu können.
In Schottland und Südeuropa sowie Nordwestafrika brütet Tyto alba häufig in Felshöhlen, in England häufig in Baumhöhlen, in Nordamerika ebenso z.T. in Baumhöhlen (und hier auch in größeren Waldgebieten mit großen Freiflächen wie Lichtungen, Kahlschlägen, Brandflächen, Windwurfflächen, etc.).
Die Schleiereule jagt auf Freiflächen, wie offene und halboffene Bereiche der Kulturlandschaft, großen Lichtungen und Kahlschlagsflächen, etc.
Je nach Unterart und Lebensraum / Region der Erde bewohnt die Schleiereule Offene Landschaften (hier dann häufig als Kulturfolger) in den Tieflandbereichen - man findet sie in offenen Landschaften mit Einzelbäumen und Hecken, auf Reisfeldern und Wattflächen, in Mooren und Sümpfen, an Kliffen und felsigen Küsten - sie lebt und jagt sogar in Halbwüstengebieten, Savannen, Baumsteppen und in amerikanischen Canyons sowie entlang von Regenwaldbereichen. Auch Olivenplantagen, Bananen- und Ölbaumplantagen werden besiedelt. In Nord- und Mittel-Amerika ist sie ebenfalls ein Bewohner der großen "Plains and Grasslands".
In manchen Regionen (den subtropischen und tropischen Gebieten) wurde sie schon in Höhen über 4000m üNN beobachtet! (Hier ist sie dann üblicherweise bis 2000m üNN aktiv, kann jedoch auch bis auf über 3000m üNN hochwandern während der Nahrungssuche, Seltenheitsbeobachtungen sprechen von über 4000m üNN).
T. a. punctatissima (die Galapagos - Schleiereule) brütet auf der Galápagos-Insel Santa Cruz in unterirdischen Lavatunneln.


Nistlästen für Schleiereulen:


Das Nahrungsspektrum der Schleiereulen ist breit gefächert. In Mittel-Europa bildet die Feldmaus den Hauptbestandteil der Nahrung (in Gradationsjahren bis zu 95%!). Weiterhin wird ein recht großer Anteil an Spitzmäusen in Mitteleuropa erbeutet - während andere Greifvogel- und Eulenarten (wie auch Katzen) Spitzmäuse liegen lassen (Spitzmäuse produzieren ein Moschus-artiges Sekret, dass sie vor dem Verzehr durch Prädatoren schützen soll), scheint den Schleiereulen diese Beute zu schmecken. In Deutschland wurden in verschiedenen Gebieten Gewölle von Tyto alba an Brut-und Rastplätzen gesammelt. Es konnten insgesamt 136000 Beutetiere ausgewertet werden, deren Verteilung folgendermaßen aussieht: Im Jahresdurchschnitt beträgt der Anteil an Wühlmäusen 48%, Spitzmäuse machen 30% der Nahrung aus, Echte Mäuse sind zu 18% Nahrungsbestandteil, weiterhin sind noch 3% Kleinvögel sowie 1% Amphibien zu verzeichnen - bei den Kleinvögeln handelte es sich überwiegend um Schwalben, Sperlinge und Stare (die im Durchzug (Schwalben und Stare) bzw. außerhalb der Brutzeit (Sperlinge) an Gemeinschaftsschlafplätzen übernachten.
In anderen Gebieten sieht die Ernährung z.T. schon ganz anders aus - in Großbritannien kommt die Feldmaus nicht vor, hier ist die Erdmaus das häufigste Beutetier der Schleiereule; in Südeuropa und Asien wurden Wanderratten als das häufigste Beutetier analysiert; in Nord-, Mittel- sowie Südamerika - sowie in Asien und Afrika - gibt es Populationen von Tyto alba (Tyto species), die sich auf Fledermäuse spezialisiert haben. Auch werden in den klimatisch wärmeren Ländern Großinsekten, Spinnentiere (Großspinnen und Skorpione, Reptilien sowie seltener auch Amphibien erbeutet. In manchen Regionen des riesigen Verbreitungsgebietes werden auch junge Kaninchen als Hauptbeutetiere erbeutet. Je nach Region und Vorkommen können Wirbellose oder auch Kleinvögel einen großen Teil der regelmäßigen Beute ausmachen.
In fast allen Regionen der Erde machen jedoch Kleinsäuger mindestens 50% des Nahrungsbestandteils von Schleiereulen aus!
Die Schleiereule besitzt mehrere Jagdstrategien - sie jagt sowohl im langsam rudernden Pirschflug in 1-4m Höhe über dem Boden, als auch in etwas größerer Höhe im Suchflug. Auch rütteln (wie ein Turmfalke) sowie seitliches Abkippen aus dem normalen Flug können beobachtet werden. Aber auch die Ansitztjagd (0,5-5m über dem Boden) wird betrieben. Die langen, dünnen Beine sowie die ebenso langen und spitzen Krallen machen sie zu einem tödlichen Jäger von Kleintieren.
Zu den alternativen Jagdtechniken gehört auch das Erbeuten von Kleinvögeln aus den Nestern - hier werden dann auch komplette Nester aus dem Baum, Strauch oder von der Wand gerissen (z.B. Schwalbennester). Der bisher größte, nachgewiesene Beutevogel war eine Türkentaube.
Die Beute am Boden wird i.d.R. mit den Krallen gepackt, und dann durch einen Tötungsbiss erlegt.
Schleiereulen wurden auch schon dabei beobachtet, wie sie Wespen und Bienen aus den Waben gepickt haben.
Tyto alba legt Nahrungsdepots an. Zur Brutzeit werden überschüssige Beutetiere sogar am Nistplatz gestapelt - mit einem Maximum von über 80 Mäusen!

Männchen und Weibchen von Tyto alba sind schon in gegen Ende des ersten Lebensjahres geschlechtsreif.
Es wurde vielfach Monogamie nachgewiesen, jedoch auch Saisonbruten bis hin zu Polygynie (jeweils ein Männchen begattete zwei Weibchen, die daraufhin brüteten).
Die Brutzeiten variieren je nach Population und Umweltfaktoren wie Regen- und Trockenzeit, Nahrungsvorkommen, etc. In tropischen Arealen kann die Brut der Schleiereule jederzeit stattfinden, wobei hier jedoch die Trockenzeit bevorzugt wird. Südlich des Äquators sind Frühling, Sommer, Herbst und Winter entgegengesetzt zu den Jahreszeiten der Nordhalbkugel - hier verlagern sich entsprechend ebenfalls die Brutzeiten in andere Monate. In Mitteleuropa beginnt die eigentliche Brutzeit schon im März, während die Eiablage im April erfolgt. Es können Zweitbruten stattfinden (bis in den September hinein), auch Drittbruten wurden schon nachgewiesen - da der Bruterfolg der Schleiereulen durch die Nahrungsverfügung bedingt ist, können so die erheblichen Verluste in strengen Wintern innerhalb weniger Jahre wieder ausgeglichen werden.
Während und nach der Balz im Herbst / Winter bringt das Männchen dem Weibchen Futtertiere als "Brautgeschenke". Im März werden die Nester vorbereitet. Es wird i.d.R. eine "Nistmulde" mit den Krallen ausgeschabt, die danach mit zerkauten Gewöllen gepolstert wird. Dieses Polster wird vor der Eiablage festgetreten. Das Weibchen legt normalerweise 4-7 (oft auch 9-12 und in Ausnahmefällen bis zu 15) weißliche, ovale und längliche Eier mit einem Legeabstand von jeweils 2 Tagen in das Nest. Diese werden vom Weibchen ab dem ersten Tag an bebrütet, das Männchen versorgt sie während der gesamten Brutphase mit Nahrung. Nach einer Brutdauer von 30-32 Tagen schlüpfen die Küken. Im Alter von 40-45 Tagen verlassen die Jungeulen das Nest. Nach weiteren 45-50 Tagen proben die Jungeulen die ersten Flugversuche, gleichzeitig setzt die Abwanderung langsam ein. Pro Jahr kann ein Schleiereulenpaar in Mitteleuropa maximal 19 Jungtiere aufziehen - 9 in der ersten und 10 in der zweiten Brut. Die Sterblichkeitsrate von Schleiereulen hängt von der Nahrungsverfügbarkeit ab und kann somit von Jahr zu Jahr und von Population zu Population bzw. von Region zu Region erheblich schwanken bzw. unterschiedlich sein. Im Durchschnitt ist sie jedoch allgemein ziemlich hoch: Im 1. Lebensjahr liegt die Mortalitätsrate bei ca. 68%, im zweiten Lebensjahr 50% und in späteren Jahren bei 48% - somit werden nur sehr wenige Schleiereulen 4 Jahre oder älter.

Junge Schleiereulen wandern i.d.R. nicht mehr als 50km weit von ihren Geburtsort. Es kommt jedoch bei den Wanderungen auch zu Entfernungen von mehreren hundert Kilometern - die weiteste Strecke lag bei 2272km.
Adulte Schleiereulen siedeln sich gewöhnlich nicht allzu weit von ihrem bisherigen Revier an - hier betrug die weiteste Entfernung 460km.

distribution

Da die Anzahl der angegebenen Unterarten erheblich schwankt - je nach Quelle (22 Subspecies bei Avibase, 30-34 Unterarten bei Wikipedia, 28 Unterarten laut HBW (Handbook of the birds of the World)) -, haben wir uns dazu entschieden, der Unterarten-Angabe SCHNEIDER & ECK (1995) zu folgen.
Die Anzahl der Unterarten variiert je nach Autor - so geben SCHNEIDER und ECK (1995) 34 Unterarten an, MEBS und SCHERZINGER geben unverbindlich über 30 Subspecies an. Claus KÖNIG und Friedlhelm WEICK ordnen in ihrer 2008 erschienen Eulen-Monographie zahlreichen Unterarten einen Artstatus zu, so dass zur Art nur noch 10 Unterarten gehören. Sie erhoben vor allem die zahlreichen, auf einige wenige Inseln, begrenzten Formen wie die Kap-Verde- sowie die Galapagos-Schleiereule in den Artstatus. Sie begründen dies mit neueren Erkenntnissen aus molekular-biologischer Sicht und verweisen darauf, dass für die gesamte Gattung der Schleiereulen eine Neuordnung absehbar ist.

Die folgende Unterartengliederung basiert auf Schneider & Eck (1995). Bei Formen, die von König et al. (2008) als eigenständige Art oder als Unterart einer eigenständigen Art eingeordnet werden, ist dies entsprechend angegeben:

Die Unterarten von Europa und Afrika:

  • T. a. alba (Nominatform, Westliche Schleiereule): West- & Süd-Europa inclusive der Balearen und Sizilien, sowie in der Nord-Türkei, ebenso auf den westlichen Kanaren (Teneriffa, Gramn Canaria und El Hierro), in Nord-Afrika von Marokko ostwärts bis Ägypten (außer auf Sinai), südwärts bis ins nördliche Mauretanien, Süd-Algerien, Niger (Aïr Massif) sowie bis in den nordöstlichen Sudan.
  • T. a. guttata (Mitteleuropäische Schleiereule): Von Kontinental-Europa ostwärts bis Lettland, Litauen und die Ukraine, sowie südostwärts bis Albanien, Mazedonien, Rumänien und Nordost-Griechenland.
  • T. a. ernesti (Sardinisch-Korsische Schleiereule): Korsika and Sardinien.
  • T. a. erlangeri (Arabische Schleiereule): Kreta sowie die kleineren, südgriechischen Inseln, Zypern; lokal und gebietsweise (nicht durchgehend) von Syrien ostwärts bis in den südwestlichen Iran, südwärts bis Nordost-Ägypten (Sinai) sowie die Arabische Halbinsel.
  • T. a. gracilirostris (Kanaren-Schleiereule: Die östlichen Kanaren (Fuerteventura, Lanzarote, Lobos, Montaña Clara sowie Alegranza).
  • T. a. schmitzi (Madeira-Schleiereule): Madeira und Porto Santo.
  • T. a. affinis (Afrikanische Schleiereule): Afrika südlich der Randgebiete der Sahara. Eingeschleppt auf den Seychellen.
  • T. a. hypermetra (Madagaskar-Schleiereule): Madaskar, die Komoren sowie das Aldabra-Atoll. Sie wird laut HBW mit affinis als eine Subspecies angesehen!
  • T. a. thomensis (São-Tomé - Schleiereule): Die Insel São Tomé (evtl. auch auf der benachbarten Insel Príncipe). Sie wird von einigen Autoren als eigenständige Art geführt.
  • T. a. detorta (Kap-Verde - Schleiereule): Die Kapverdischen Inseln Santiago und São Vicente. Sie wird von einigen Autoren als eigenständige Art geführt.
  • T. a. poensis (Bioko - Schleiereule): Bioko Island.

Die Unterarten von Asien und Australien:

  • T. a. delicatula (Östliche Schleiereule / Australische Schleiereule): Die südlichen und östlichen Sunda-Inseln (Sawu, Roti, Timor, Yaco, Wetar, Kisar und Tanimbar), Australien und seine vorgelagerten Inseln, Long Island und möglicherweise New Britain sowie New Ireland, Nissan, von Buka und Bougainville über die Salomonen bis ins südliche Vanuatu - Areal (Erromanga, Tanna, Aneityum), Neu-Kaledonien, Loyalty Island, Fiji (nordwärts bis Rotuma), Tonga (nordwärts Niafo’ou), Wallis und Futuna Island, Niue Island sowie West-Samoa und Samoa. Eingeführt auf Lord Howe Island (zu Australien gehörend). Sie wird von einigen Autoren als eigenständige Art geführt, zudem wurden in diesem Zusammenhang dann von den gleichen Autoren einige Unterarten von ihr abgespalten.
  • T. a. stertens (Indische Schleiereule): Der indische Subkontinent südwärts bis ins nördliche Sri Lanka, sowie ostwärts bis ins südliche China, Vietnam und Süd-Thailand.
  • T. a. javanica (Javanische Schleiereule): Die Malaysische Halbinsel (außer der nördlichste Bereich) südwärts bis zu den Großen und Kleinen Sunda-Inseln (ostwärts bis Alor, inclusive Krakatau, Pulau Seribu, Kangean Island, Tanahjampea, Kalao, Kalaotoa and möglicherweise Süd-Borneo - aber nicht auf Sumba).
  • T. a. kuehni (Kisar - Schleiereule): Endemisch auf der Insel Kisar im Sunda-Archipel. Laut HBW keine eigenständige Subspecies.
  • T. a. everetti (Sawu - Schleiereule): Endemisch auf der kleinen Insel Sawu westlich von Timor im Sundar-Archipel. Laut HBW keine eigenständige Subspecies.
  • T. a. deroepstorffi (Andamanen - Schleiereule): Südliche Andamanen. Sie wird von einigen Autoren als eigenständige Art geführt.
  • T. a. sumbaensis (Sumba - Schleiereule): Sumba (die südlichen, zentralen Kleinen Sunda-Inseln). Sie wird von einigen Autoren als Unterart der Australischen Schleiereule Tyto (alba) delicatula geführt.
  • T. a. meeki (Neuguinea - Schleiereule): Das östliche Neu-Guinea sowie die nahe liegenden Inseln von Manam und Karkar. Sie wird von einigen Autoren als Unterart der Australischen Schleiereule Tyto (alba) delicatula geführt.
  • T. a. crassirostris (Boang - Schleiereule): Tanga Island (östlich von New Ireland im Bismarck-Archipel). Sie wird von einigen Autoren als eigenständige Art geführt.
  • T. a. niveicauda (Isle-of-Pines - Schleiereule); Isle of Pines (zu Neu-Kaledonien bzw. Melanesien gehörend).
  • T. a. lulu (Samoa - Schleiereule): Samoa, die Gesellschaftsinseln, Neu-Kaledonien, Tonga, Fidschi, die südlichen Neuen Hebriden sowie die Loyalitätsinseln. Sie ist laut HBW keine eigenständige Unterart.

Die Unterarten von Nord- und Süd-Amerika:

  • T. a. pratincola (Nordamerikanische Schleiereule):Südliches Kanada (Südwest-British Columbia und Süd-Ontario) südwärts über die USA bis nach Mexico, ebenso auf den Bermudaa, den Bahamas und auf Hispaniola. Eingeführt auf Lord Howe Island (zu Australien gehörend) sowie auf Hawaii. Sie wird von einigen Autoren als Subspecies der Amerikanischen Schleiereule (Tyto (alba) furcata) eingestuft.
  • T. a. furcata (Amerikanische Schleiereule): Kuba, die Cayman Islands und Jamaica. Sie wird von einigen Autoren als eigenständige Art eingeordnet - sollte sie Artrang erhalten, würden zu ihr insgesamt sechs Unterarten gehören. Als Tyto furcata furcata würde sie die Nominatform darstellen.
  • T. a. bargei (Curaçao - Schleiereule): Curaçao sowie Bonaire. Sie stellt laut einigen Autoren eine eigenständige Art dar
  • T. a. punctatissima Galapagos-Schleiereule): Die Galapagos-Inseln. Sie wird von einigen Autoren als eigenständige Art angeführt.
  • T. a. interposita (Santa-Cruz - Schleiereule): Santa Cruz Island, Banks Island sowie das nördliche Vanuatu (südwärts bis Efate). Sie wird von einigen Autoren als Subspecies der Australischen Schleiereule Tyto (alba) delicatula) geführt.
  • T. a. guatemalae (Guatemala - Schleiereule): Guatemala und möglicherweise Süd-Mexico bis Panama (inclusive Pearl Island), möglicherweise bis West-Kolumbien.
  • T. a. bondi (Bay-Islands - Schleiereule): Bay Islands (Roatán, Guanaja) (vor Nord-Honduras).
  • T. a. contempta (Peruanische Schleiereule): Das Gebiet der Anden von West-Venezuela, Kolumbien (möglicherweise ohne den Westen), Ecuador sowie Peru. Sie wird von einigen Autoren als Unterart der Amerikanischen Schleiereule (Tyto (alba) furcata) eingeordnet.
  • T. a. subandeana (Kolumbianische Schleiereule): Gebietsweise in Ecuador bis Kolumbien. Sie wird laut HBW nicht als eigenständige Subspecies angeführt.
  • T. a. hellmayri (Guyana - Schleiereule): Ost-Venezuela (inclusive Margarita Island) über die Guianas bis Nord-Brasilien (und von da südwärts bis Amazonien), ebenso Trinidad und Tobago. Sie wird von einigen Autoren als Unterart der Amerikanischen Schleiereule (Tyto (alba) furcata) eingeordnet.
  • T. a. tuidara (Brasilianische Schleiereule): Brasilien (südlich Amazoniens) südwärts bis Tierra del Fuego und die Falkland Islands. Sie wird von einigen Autoren als Unterart der Amerikanischen Schleiereule (Tyto (alba) furcata) eingeordnet.
  • T. a. glaucops (Hispaniola - Schleiereule): Die Île de la Tortue und der Ostteil von Haiti in den Großen Antillen. Von einigen Autoren wird diese Unterart als eigenständige Art eingeordnet. Laut HBW stellt sie keine eigene Unterart dar.
  • T. a. lucyana (Bahama - Schleiereule): Endemisch auf den Bahamas. Laut HBW keine valide Unterart.
  • T. a. insularis (Kleine-Antillen - Schleiereule): Endemisch auf den Kleinen Antillen. Von einigen Autoren wird sie als eigenständige Art geführt. Laut HBW stellt sie keine eigenständige Unterart dar.
  • T. a. nigrescens (Dominika - Schleiereule): Endemisch auf der Insel Dominica (in den Kleinen Antillen). Sie stellt im Falle des Artstatus von Tyto (alba) insularis eine Subspecies dieser dar. Sie ist laut HBW keine eigenständige Subspecies.
  • T. a. hauchecornei (Chilenische Schleiereule): Endemisch für Chile. Sie stellt laut HBW keine valide Subspecies dar.

remarks

Die IUCN / Birdlife International stuft Tyto alba international als "Least Concern = LC" - also als "ungefährdet" - ein. Dies darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Schleiereulen lokal und regional zurückgehen. Die Gründe hierfür sind vielfältig - Intensivierung der Landwirtschaft unter Einsatz von Insektiziden, illegale Vogeljagd, uvm.

Die Gewölle sind (anstatt grau wie bei den allermeisten anderen Eulenarten (Strigidae)) bei Schleiereulen mit einem Speichelüberzug versehen, der ihnen eine lackartige, schwarze Färbung verleiht. Sie sind im Durchschnitt (in Mittelruopa) ca. 41mm lang und 26mm dick (Variationsbreite 22-90mm Länge und 18-40mm Dicke).

Schleiereulen werden recht häufig Opfer von Prädatoren - in Mitteleuropa sind hier vor allem der Fuchs und der Habicht zu nennen. Aber auch andere Großeulen, Habichtartige, Großfalken, Marder, etc. erbeuten Schleiereulen.
Hervorzuheben ist hier eindeutig der Straßenverkehr, der heutzutage einen großen Anteil an der Mortalitätsrate von Schleiereulen besitzt.

conservation status

  • CITES
    appendix 2
  • Regulation (EG) Nr. 865/2006
    appendix A
  • German Federal Nature Conservation Act §44
    strictly protected