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Cedar waxwing
Bombycilla cedrorum
species of Bombycillidae

1st cy
Der Zedernseidenschwanz ist der kleinste Vertreter aus der Gattung Bombycilla.

Männliche Zedernseidenschwänze besitzen eine tendenziell kräftiger gelb gefärbte Spitze der Steuerfedern. Die A3-7, manchmal auch weniger, besitzen eine wachsartige, rote Verlängerung des Federkiels. Diese ist auch bei Männchen stärker ausgeprägt als bei Weibchen. Bei sehr alten Männchen können sich auf den S auch rote Wachsplättchen bilden. Die Hand- und Armschwingen sind dunkelgrau gefärbt mit einer Aufhellung der Innenfahnen. Die Schwingen besitzen eine dunkle Spitze, welche sich proximal stärker ausprägt. Die Schwirmfedern decken den Flügel leicht sandfarben ab. Die Steuerfedern sind mittel- bis dunkelgrau und werden zur Spitze (caudal) dunkler. Die Spitze selbst ist weißlich- bis leuchtend gelb gefärbt.

Die Geschlechter des Zedernseidenschwanzes lassen sich anhand des Federkleides nicht sicher unterscheiden.

number longest
primary 10 per wing 77.0 - 81.5mm n=8
P8 (63%) P9 (13%) P7 (13%) P8=P7 (13%)
secondary 9 per wing 57.0 - 60.0mm n=8
S1=S2 (50%) S1 (25%) S2 (25%)
retrix 12
56.5 - 66.0mm n=10
R4=R5 (20%) R4=R5=R6 (20%) R5 (20%) R4 (10%) R6 (10%) R3=R4=R5 (10%) R3 (10%)
wing length1 hand-wing-index1,2 (HWI) primaries-index wing length/longest primary ratio hand-wing-index/primaries-index ratio
91 - 100mm n=10 33 - 37% n=9 26 - 30% n=8 no data available no data available
detailed information

The wing length is measured on the flattened and straightened wing ("maximum chord") from the carpal joint to the tip of the longest primary feather, the so-called "Kleinschmidt-method".

combined data from:
Avonet1: 91 - 100mm n=10

The hand-wing-index, introduced by Kipp 1959, is calculated as the ratio of the hand length (difference between the length of the longest primary and the first secondary) to the wing length.

combined data from:
Avonet1: 33 - 37% n=9,
The primaries-index is calculated as the ratio of the longest primary feather length to the first (outermost) secondary. It is the equivalent of the hand-wing index for feather measurements. The wing length/longest primary ratio is calculated as the ratio of the wing length to the length of the longest primary feather. The hand-wing-index/primaries-index ratio is calculated as the ratio of the hand-wing index to the primaries-index.
1 Tobias, J. A., et al. (2022). AVONET: morphological, ecological and geographical data for all birds.
2 Kipp, Friedrich A.: "Der Handflügel-Index als flugbiologisches Maß", erschienen in "Vogelwarte - Zeitschrift für Vogelkunde", 1959, Band 20, Heft 1



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juv.
specimens gallery

country allocations

Songbirds and kin

characteristics

Der Zedernseidenschwanz erreicht eine Länge von ca. 15-18cm bei einer Flügelspannweite von 28-32cm und einem Gewicht von 25-35g.

Der recht kurze, kräftige Schnabel ist dunkel gefärbt, die Beine ebenso. Auf dem Kopf besitzt der Zedernseidenschwanz - ebenso wie seine beiden Schwesternarten - eine rostbeige gefärbte Haube. Der Kopf, ein Teil des Rückens und der Brust-Bauch-Region besitzen ebenfalls diese rostbeige Grundfärbung, durchsetzt mit einem Steingrau-Ton (Rücken) oder Zitronengelb (Bauch/Flanken). Über dem Schnabel besitzt B. cedrorum eine schwarze Augenmaske, die Kehle ist ebenfalls schwarz gefärbt. Am Schnabel und am Haubenansatz besitzt der Zederneidenschwanz rostrote Farbanteile. In der Bauchregion geht das Rostbeige in ein Gelb über, während der Rücken ab der Flügelregion intensiver grau gefärbt ist. Der Bürzel ist steingrau bis weiß, während die Unterschwanzdecken weißgelb gefärbt sind. Die Steuerfedern sind grau mit einer schwarzen Subterminal- und einer breiten, gelben Endbinde. Die Flügel sind im Grund grau gefärbt, während die großen Oberhand- und Oberarmdeckfedern bräunlich sind. Die Handschwingen besitzen schwarzgraue Spitzenbereiche, die Armschwingen (Schirmfedern) unterdessen weiße Säume mit langen, rosa gefärbten Lackfahnen (Männchen).

Die häufigste Stimmenäußerung ist ein klingelndes "Sirrrrrrrr".

habitat

Die bevorzugten Bruthabitate stellen Randbereiche der (Nadel-)Waldzone und aufgelockerte Wälder dar. Wichtig sind hier sowohl an Beeren reiches Unterholz und (Fließ-)Gewässernähe.

Während der Brutzeit (März bis September) ernährt sich der Zedernseidenschwanz hauptsächlich von Insekten (zum großen Teil Fluginsekten). Je weiter sich das Jahr ab Juni neigt, umso höher werden die pflanzlichen Bestandteile in der Nahrung. Ob Obst wie Pflaumen, Birnen, Äpfel, Kirschen, Wilder Wein, zahllose Beerenarten - der Zedernseidenschwanz ist hinsichtlich der Nahrung sehr vielseitig und abwechslungsreich, selbst gegorenes Obst mit hohem Alkoholanteil wird über die große Leber schnell abgebaut. Aufgrund des teils doch hohen Alkoholanteils in den Früchten kann man u.U. bei günstiger Witterung betrunkene Zedernseidenschwänze auf dem Erdboden hocken sehen.
Im Herbst und Winter besteht die Nahrung aus Beeren (Eschen-, Wacholder-, Mistel-, Schneeball-, Liguster- und Weißdornbeeren), Äpfeln und Birnen.

Die brutzeit beginnt gegen Ende des Frühlings und endet im Spätsommer. Die Balz leitet das Männchen mit einer Art Hüpftanz ein. Ist das Weibchen interessiert, verpaaren sich die beiden. Normalerweise wird das Nest in 2-6m über dem Erdboden vom Weibchen alleine oder von beiden Partnern gemeinsam gebaut, seltener auch höher. Das Weibchen legt 5-6 Eier in das Nest und bebrütet diese 11 bis 13 Tage, während es vom Männchen mit Nahrung versorgt wird. Nach dem Schlupf der Jungen füttern beide Elterntiere 14-18 Tage lang die Jungvögel, danach verlassen sie flügge das Nest.

Immer wieder kommt es zu starken Wintereinflügen dieser Art in den Süden, wenn in den Brutgebieten besonders strenge Winter herrschen. Bei diesen Einflügen kann man dann große Trupps von Zedernseidenschwänzen in Parks, Gärten, Straßenalleen, Friedhöfen und anderswo beobachten.

Diese Art hält sich zu den Sommermonaten (März/April bis August/September) in den Brutgebieten auf, von Oktober bis März weichen die Seidenschwänze dann der pflanzlichen Nahrung folgend immer weiter nach Süden aus.

distribution

Diese Art brütet im südlichen Kanada und den nördlichen USA. Im Herbst/Winter sieht man den Zedernseidenschwanz dann auch weiter südlich auf Farmen, in Gärten, Parks, auf Friedhöfen und in Straßenalleen - immer der pflanzlichen Nahrung folgend.

remarks

Federn dieser Art kann man in der Brutzeit (März / April bis August / September) in den Brutgebieten finden, im Herbst und Winter dann auch viel weiter südlich.

Die IUCN / BirdLife International stuft den Zedernseidenschwanz als "LC = Least Concern" (also als "Nicht Gefährdet") ein.

sources

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Zedernseidenschwanz
  • https://en.wikipedia.org/wiki/Cedar_waxwing
  • https://avibase.bsc-eoc.org/species.jsp?avibaseid=9437D635FF4E2607
  • https://www.hbw.com/species/cedar-waxwing-bombycilla-cedrorum
  • http://www.iucnredlist.org/details/22708153/0
  • https://www.xeno-canto.org/species/Bombycilla-cedrorum
  • https://www.audubon.org/field-guide/bird/cedar-waxwing
  • https://www.britannica.com/animal/waxwing#ref252817
  • http://www.wisia.de
  • Svensson, L.; Mullarney, K. & Zetterström D. (2011): Der Kosmos Vogelführer - Vögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens (2. Auflage). Kosmos Verlag, Stuttgart, 400 S.
  • Robert März: Gewöll- und Rupfungskunde (2007), AULA-Verlag, 398 S.
  • Busching, Wolf-Dieter: Einführung in die Gefieder- und Rupfungskunde (2005), AULA-Verlag, 408 S.
  • Brown, Ferguson, Lawrence, Lees: Federn, Spuren und Zeichen der Vögel Europas: Ein Feldführer (Gebundene Ausgabe – April 2005, 4. Auflage, AULA-Verlag, 336 S.)
  • Lukas Jenni & Raffael Winkler: Moult and Ageing of European Passerines (Englisch) (Gebundene Ausgabe – 1. November 2011, Poyser-Verlag, 240 S.)
  • Lars Svensson: Identification Guide to European Passerines (British Trust for Ornithology, 1992 / 2006 Reprint, 368 Seiten)

conservation status

  • CITES
    not listed
  • Regulation (EG) Nr. 865/2006
    not listed
  • German Federal Nature Conservation Act §44
    protected