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Alpenbraunelle
Prunella collaris
Art der Prunellidae


© Thomas Hochebner

Die Handschwingen der Heckenbraunelle sind tief dunkelbraun gefärbt. Im frischen Gefieder zeigt sich eine hellbraune bis weißbraune Außenfahnenkontur, vorallem im unverengten Teil der Handschwingen. Diese Kontur zeigt sich auch in den Armschwingen, in denen sich diese proximal verbreitert. Die Handschwingen besitzen eine weißlich gerandete Spitze, die inneren Handschwingen auch einen hellbraunen Spitzenfleck in der Außenfahne. In den Armschwingen weicht für diesen die weiße Spitzenkontur. Die Schirmfedern sind beidseitig kräftig weißbraun umrandet, die A9/A8 kann auch eine weiße Spitze zeigen. Die Alpenbraunelle ist durch diese merkmale deutlich kontrastreicher als die verwandte Heckenbraunelle gefärbt. Die GrAd sind ebenfalls schwarzbraun gefärbt mit einem weißen Spitzenfleck auf der Außenfahne und bei Jungvögeln mit einer bräunlichen Aufhellung der Innenfahnenspitze.

Längste Handschwinge ist die H8. Sie misst zwischen 77mm und 83mm (nach März) bzw. bis zu 100mm (nach Hansen). Sie ist somit deutlich größer als die Heckenbraunelle. Die längste Steuerfedern variiert stark zwischen S2 und S6, oft ist dies jedoch S3 oder S4.

Die Steuerfedern der Alpenbraunelle lassen sie in Rupfungen leicht erkennen. Diese sind schwarzbraun gefärbt mit einem großen hellen Spitzenfleck auf der Innenfahne. Bei adulten Vögeln ist dieser hell gelbbraun, in den äußeren Steuerfedern auch rein weiß. Bei juvenilen Vögeln ist dieser ähnlich gefärbt, S1 - manchmal auch S2, sind jedoch in der Spitze deutlich grauer und wirken dunkler. Der Spitzenfleck in der Außenfahne bei juvenilen Vögeln kann rostfarben sein.

Vögel im ersten Winter bzw. im Frühling des zweiten Kalenderjahres zeigen in den Großen Armdecken eine Mausergrenze zwischen den juv. GrAd mit einer braunen Kante zwischen weißer Spitze und der dunklen Basis und den GrAd des Adultkleids.

Nummer längste
Handschwinge 10 pro Flügel 91.0 - 92.5mm n=2
H7=H6 (100%)
Armschwinge 9 pro Flügel 69.5 - 72.5mm n=2
A1 (100%)
Steuerfeder 12
75.0 - 76.0mm n=2
S3=S4 (50%) S2=S4=S5 (50%)
Flügellänge1 Handflügelindex1,2 (HWI) Handschwingenindex Verhältnis Flügellänge/längste H Verhältnis Handflügel-/Handschwingenindex
92 - 107mm n=13 26 - 29% n=12 22 - 24% n=2 Keine Daten verfügbar Keine Daten verfügbar
Details

Die Flügellänge berechnet sich aus der Länge des Flügels gemessen vom Carpalgelenk bis zur Spitze der längsten Handschwinge. Der Flügel wird dabei angewinkelt und die Handschwingen maximal gestreckt und flachgedrückt (Methode Kleinschmidt)

Kombinierte Daten aus:
Avonet1: 92 - 107mm n=13

Der Handflügelindex, wie er 1959 von Friedrich A. Kipp vorgestellt wurde, wird berechnet aus dem Verhältnis von Handlänge (Differenz zwischen längster Handschwinge und äußerster Armschwinge) und der gesamten Flügellänge.

Kombinierte Daten aus:
Avonet1: 26 - 29% n=12,
Der Handschwingenindex wird berechnet aus dem Verhältnis von längster Handschwinge zur ersten (äußersten) Armschwinge. Es ist das Equivalent zum Handflügelindex für Federmaße. Das Verhältnis der Flügellänge zur längsten Handschwinge erlaubt es Bestimmungsmerkmale, die auf einem der beiden Werte basieren, in den jeweils anderen Wert umzurechnen. Das Verhältnis Handflügel-/Handschwingenindex erlaubt es die Werte eines Verfahrens in die jeweils anderen Werte näherungsweise umzurechnen und für Bestimmungen zu verwenden.
1 Tobias, J. A., et al. (2022). AVONET: morphological, ecological and geographical data for all birds.
2 Kipp, Friedrich A.: "Der Handflügel-Index als flugbiologisches Maß", erschienen in "Vogelwarte - Zeitschrift für Vogelkunde", 1959, Band 20, Heft 1



Länderzuweisungen

Sperlingsvögel

Schutzstatus

  • Washingtoner Artenschutzübereinkommen
    nicht gelistet
  • Verordnung (EG) Nr. 865/2006
    nicht gelistet
  • Bundesnaturschutzgesetz §44
    besonders geschützt