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Höhlenweihe
Art der Accipitridae


Abb.. 1981 © Jo Kuyken

Abb.. 873 © Sylvia Urbaniak
ad.

Die Höhlenweihe besitzt ausgeprägte Unterschiede zwischen Jung- und Alterskleid. Adulte Vögel besitzen hellgraue Hand- und Armschwingen, welche im oberen Teil großflächig und hart abgegrenzt schwarz gefärbt sind. Bei den Armschwingen erstreckt sich diese Fläche ungefähr über die halbe Feder, bei den äußeren Handschwingen ist es bis zu 80% der Fläche. Die hellgraue Basis ist fein dunkel marmoriert, teilweise wellenförmig gestreift. Die Schirmfedern sowie die GrAd sind großflächig mittelgrau mit einem charakteristischem schwarzem Fleck in der Spitze. Die Steuerfedern sind dunkelgrau bis schwarzbraun gefärbt mit einem breiten, hellgrauen Querband auf welchem sich auch leichte dunkle Sprenkel finden. An der Spitze ergiebt sich eine schmale, helle Terminalbinde.

Jungvögel- und unausgefärbte Vögel sind deutlich brauner gefärbt. Die Hand- und Armschwingen sind hell graubraun, sperberähnlich klar und breit quergebändert. Die Spitze der Federn ist dunkler, die Innenfahnenfläche aufgehellt. Zwischen den Querbinden finden sich unregelmäßige dunkelbraune Flecken und Sprenkel. die Steuerfedern sind ebenfalls dem Sperber oder Habicht sehr ähnlich. Auf hellbraunem Grund finden sich hier deutliche, dunkle Querbinden bis in die Spitze als Terminalbinde umgedeutet und unregelmäßigen, teils undeutlichen Flecken in den Zwischenräumen.

Die Handschwingen H4 bis H9 sind in der Außenfahne teilweise verengt, H6 bis H10 auch in der Innenfahne (Variationen denkbar). H10 ist in der Außenfahne vollständig verengt. Die längste Handschwinge ist meist H7, manchmal aber auch H6, H8 oder alle ungefähr gleich lang.

Flügellänge1 Handflügelindex1,2 (HWI) Handschwingenindex Verhältnis Flügellänge/ längste H Verhältnis Handflügel-/ Handschwingenindex
384 - 476mm n=9 31 - 40% n=8 Keine Daten verfügbar Keine Daten verfügbar Keine Daten verfügbar
Details

Die Flügellänge berechnet sich aus der Länge des Flügels gemessen vom Carpalgelenk bis zur Spitze der längsten Handschwinge. Der Flügel wird dabei angewinkelt und die Handschwingen maximal gestreckt und flachgedrückt (Methode Kleinschmidt)

Kombinierte Daten aus:
Avonet1: 384 - 476mm n=9

Der Handflügelindex, wie er 1959 von Friedrich A. Kipp vorgestellt wurde, wird berechnet aus dem Verhältnis von Handlänge (Differenz zwischen längster Handschwinge und äußerster Armschwinge) und der gesamten Flügellänge.

Kombinierte Daten aus:
Avonet1: 31 - 40% n=8,
Der Handschwingenindex wird berechnet aus dem Verhältnis von längster Handschwinge zur ersten (äußersten) Armschwinge. Es ist das Equivalent zum Handflügelindex für Federmaße. Das Verhältnis der Flügellänge zur längsten Handschwinge erlaubt es Bestimmungsmerkmale, die auf einem der beiden Werte basieren, in den jeweils anderen Wert umzurechnen. Das Verhältnis Handflügel-/Handschwingenindex erlaubt es die Werte eines Verfahrens in die jeweils anderen Werte näherungsweise umzurechnen und für Bestimmungen zu verwenden.
1 Tobias, J. A., et al. (2022). AVONET: morphological, ecological and geographical data for all birds.
2 Kipp, Friedrich A.: "Der Handflügel-Index als flugbiologisches Maß", erschienen in "Vogelwarte - Zeitschrift für Vogelkunde", 1959, Band 20, Heft 1


Länderzuweisungen

Greifvögel

Schutzstatus

  • Washingtoner Artenschutzübereinkommen
    Anhang II
  • Verordnung (EG) Nr. 865/2006
    Anhang B
  • Bundesnaturschutzgesetz §44
    besonders geschützt