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Seeadler
Haliaeetus albicilla
Art der Accipitridae

ad.
immat.

Im deutschsprachigen Raum ist der Seeadler allein durch seine Größe und die daraus resultierenden Federmaße eindeutig zu identifizieren. Die Handschwingen sind mittel-graubraun bis blass schokobraun mit einer silbrigen Bereifung der Außenfahne und dem unteren Bereich der Innenfahne. Der Kiel ist fast bis zur Spitze der Feder leuchtend weiß. Die Basis der Außenfahne ist ebenfalls weiß. Die Armschwingen besitzen eine ähnliche Färbung, werden jedoch proximal etwas bäunlicher und gleichmäßger gefärbt.

Die Steuerfedern sind sowohl ein eindeutiges Bestimmungsmerkmal als auch ein wichtiger Indikator für die Altersbestimmung des Vogels. Adulte Vögel besitzen rein weiße (jedoch oft verschmutzte) Steuerfedern mit einer fleckig überlaufenden schwarzbraunen Basis. Der Spulenansatz ist rein weiß. Immature Seeadler besitzen deutlich mehr Braunanteil im Steuer in verschiedensten Variationen, sodass die gesamte Steuerfedern dunkelbraun, mit vereinzelten weißen Flecken gefärbt sein kann, oder auch dem adulten Vogel schon sehr ähnlich sieht. Generell vergrößert sich der Weißbereich im Steuer immer mehr, je weiter sich der Vogel dem Erwachsenenalter nähert. Immature Seeadler können auch auf den inneren Armschwingen eine helle Marmorierung oder weiße Flecken besitzen.

Nummer längste
Handschwinge 10 pro Flügel 502.0 - 559.0mm n=5
H6 (80%) H5 (20%)
Armschwinge 18-19 pro Flügel 358.0 - 432.5mm n=6
A3 (50%) A2 (33%) A1 (17%)
Steuerfeder 12
335.5 - 382.5mm n=2
S1 (50%) S2 (50%)
Flügellänge1 Handflügelindex1,2 (HWI) Handschwingenindex Verhältnis Flügellänge/ längste H Verhältnis Handflügel-/ Handschwingenindex
574 - 614mm n=5 36 - 39% n=4 26 - 29% n=4 Keine Daten verfügbar Keine Daten verfügbar
Details

Die Flügellänge berechnet sich aus der Länge des Flügels gemessen vom Carpalgelenk bis zur Spitze der längsten Handschwinge. Der Flügel wird dabei angewinkelt und die Handschwingen maximal gestreckt und flachgedrückt (Methode Kleinschmidt)

Kombinierte Daten aus:
Avonet1: 574 - 614mm n=5

Der Handflügelindex, wie er 1959 von Friedrich A. Kipp vorgestellt wurde, wird berechnet aus dem Verhältnis von Handlänge (Differenz zwischen längster Handschwinge und äußerster Armschwinge) und der gesamten Flügellänge.

Kombinierte Daten aus:
Avonet1: 36 - 39% n=4,
Der Handschwingenindex wird berechnet aus dem Verhältnis von längster Handschwinge zur ersten (äußersten) Armschwinge. Es ist das Equivalent zum Handflügelindex für Federmaße. Das Verhältnis der Flügellänge zur längsten Handschwinge erlaubt es Bestimmungsmerkmale, die auf einem der beiden Werte basieren, in den jeweils anderen Wert umzurechnen. Das Verhältnis Handflügel-/Handschwingenindex erlaubt es die Werte eines Verfahrens in die jeweils anderen Werte näherungsweise umzurechnen und für Bestimmungen zu verwenden.
1 Tobias, J. A., et al. (2022). AVONET: morphological, ecological and geographical data for all birds.
2 Kipp, Friedrich A.: "Der Handflügel-Index als flugbiologisches Maß", erschienen in "Vogelwarte - Zeitschrift für Vogelkunde", 1959, Band 20, Heft 1



ad. Weibchen

Länderzuweisungen

Greifvögel

Verbreitung

Schutzstatus

  • Washingtoner Artenschutzübereinkommen
    Anhang I
  • Verordnung (EG) Nr. 865/2006
    Anhang A
  • Bundesnaturschutzgesetz §44
    streng geschützt
  • gelistet im Jagdrecht