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Rotfußfalke
Falco vespertinus
Art der Falconidae


Abb.. 1217 Männchen © Jo Kuyken

Abb.. 1927 ad. Männchen © Vogelnarr

Abb.. 1218 Weibchen © Jo Kuyken
ad. Männchen
juv. Männchen

Der Rotfußfalke ist eine recht kleine Falkenart mit einem ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus ähnlich dem Schieferfalken oder dem Amurfalken.

Adulte Männchen besitzen sehr schlichte, schwarzgraue bis teilweise mittelgraue Hand- und Armschingen mit einer leichten Verdunklung der Spitze. Die Basis der Außenfahne kann leicht aufgehellt sein, der Kiel ist auf ganzer Länge bis auf die Basis schwarz gefärbt. Die Steuerfedern sind insgesamt wesentlich dunkler als die Schwingen, mit leichter basaler Aufhellung.

Adulte Weibchen zeigen dunkelgraue Hand- und Armschwingen mit unregelmäßigen weißen Einkerbungen, Flecken oder Streifen auf der Innenfahne. Sie können rein weiß, verwaschen oder fleckig aussehen. Zur Spitze hin verlaufen die Flecken ins grau. Die Schirmfedern sind symmetrischer mit gleichmäßigen hellgrauen Querbinden gezeichnet. Die Steuerfedern sind mittelgrau mit klaren, breiten, dunklen Querbinden und einer breiteren Subterminalbinde. Die Spitze kann bräunlich verfärbt sein oder die ganze Feder leicht cremefarben. Immature Vögel zeigen häufig noch eine etwas braunere Färbung der Steuerfedern. Bei diesen kann auch die Subterminalbinde zugunsten einer gleichmäßigen, dunklen Bänderung fehlen.

Juvenile Vögel besitzen eine ähnliche Zeichnung wie die Weibchen in den Hand- und Armschwingen. Kennzeichnend ist hier jedoch die weiße Spitzenkontur auf den Schwingen, welche sich jedoch schnell abnutzen kann. Die Schirmfedern sind unregelmäßiger gebändert oder ähnlich den Armschwingen in der Innenfahne gefleckt.

Längste Handschwinge des Rotfußfalken ist meist die H9. Diese besitzt auch eine partielle Verengung der Außenfahne - wenn manchmal auch sehr undeutlich bzw. zur Basis hin sehr gleichmäßig auslaufend. H10 ist vollständig verengt.

Nummer längste
Handschwinge 10 pro Flügel 190.0 - 204.0mm n=6
H9 (100%)
Armschwinge 13-15 pro Flügel 93.0 - 104.0mm n=7
A1 (86%) A1=A2 (14%)
Steuerfeder 12
135.5 - 143.5mm n=7
S1 (57%) S4 (29%) S1=S2 (14%)
Flügellänge1 Handflügelindex1,2 (HWI) Handschwingenindex Verhältnis Flügellänge/längste H Verhältnis Handflügel-/Handschwingenindex
228 - 249mm n=9 53 - 57% n=8 49 - 53% n=5 Keine Daten verfügbar Keine Daten verfügbar
Details

Die Flügellänge berechnet sich aus der Länge des Flügels gemessen vom Carpalgelenk bis zur Spitze der längsten Handschwinge. Der Flügel wird dabei angewinkelt und die Handschwingen maximal gestreckt und flachgedrückt (Methode Kleinschmidt)

Kombinierte Daten aus:
Avonet1: 228 - 249mm n=9

Der Handflügelindex, wie er 1959 von Friedrich A. Kipp vorgestellt wurde, wird berechnet aus dem Verhältnis von Handlänge (Differenz zwischen längster Handschwinge und äußerster Armschwinge) und der gesamten Flügellänge.

Kombinierte Daten aus:
Avonet1: 53 - 57% n=8,
Der Handschwingenindex wird berechnet aus dem Verhältnis von längster Handschwinge zur ersten (äußersten) Armschwinge. Es ist das Equivalent zum Handflügelindex für Federmaße. Das Verhältnis der Flügellänge zur längsten Handschwinge erlaubt es Bestimmungsmerkmale, die auf einem der beiden Werte basieren, in den jeweils anderen Wert umzurechnen. Das Verhältnis Handflügel-/Handschwingenindex erlaubt es die Werte eines Verfahrens in die jeweils anderen Werte näherungsweise umzurechnen und für Bestimmungen zu verwenden.
1 Tobias, J. A., et al. (2022). AVONET: morphological, ecological and geographical data for all birds.
2 Kipp, Friedrich A.: "Der Handflügel-Index als flugbiologisches Maß", erschienen in "Vogelwarte - Zeitschrift für Vogelkunde", 1959, Band 20, Heft 1



ad. Männchen
1. KJ Männchen
ad. Weibchen
Weibchen
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Quelle: IUCN 2025. IUCN Red List of Threatened Species. Version 2025-1 <www.iucnredlist.org>
Datenerhebung: |

Falkenvögel

Verbreitung

Schutzstatus

  • Washingtoner Artenschutzübereinkommen
    Anhang II
  • Verordnung (EG) Nr. 865/2006
    Anhang A
  • Bundesnaturschutzgesetz §44
    streng geschützt
  • gelistet im Jagdrecht