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Rohrdommel
Botaurus stellaris
Art der Ardeidae


© Andreas Stumpner

Trotz des sehr heimlichen Verhaltens der Rohrdommel kann man Rupfungen und Risse dieser Art in Schilfgebieten finden. Die Zeichnung des Gefieders ist sehr charakteristisch und kann nur bei einzelnen Kleinfedern mit anderen Arten in diesem Habitat verwechselt werden. Die Handschwingen sand- bis rahmfarben mit einer Aufhellung der Innenfahne. Darauf finden sich schwarzbraune, verzerrte und teilweise gefleckte Querbinden. An der Spitze befindet sich eine breite Terminalbinde. Die inneren Handschwingen und Armschwingen besitzen keine Terminalbinde sondern ein relativ gleichmäßig verteiltes Muster. Der Schwarzanteil variiert je nach Individuum und wirkt bei abgetragenem Gefieder graubraun. Die Innenfahnen der Schwingen können ebenso bis ins Weiße aufgehellt sein. Die Steuerfedern ähneln in ihrer Musterung manchen Möwen oder auch der weiblichen Stockente. Auf sandfarbenen Grund finden sich zur Spitze hin verzerrte dunkle Flecken und Randsäume. Die mittleren Steuerfedern sind zugespitzt, die äußeren etwas abgerundeter. Längste Handschwinge ist meist die H8. Eine Verengung der Außenfahnen ist kaum bis gar nicht ausgeprägt. Beim Fund von Einzelfedern sollten zum Vergleich die seltenen Arten Uhu und Großtrappe hinzugezogen werden.

Nummer längste
Handschwinge 10 pro Flügel 237.5 - 275.0mm n=8
H7 (75%) H8 (25%)
Armschwinge 16-17 pro Flügel 199.5 - 226.0mm n=8
A1 (38%) A3 (25%) A2 (25%) A4 (13%)
Steuerfeder 10
117.0 - 133.0mm n=5
S3 (40%) S2 (20%) S2=S4 (20%) S2=S3 (20%)
Flügellänge1 Handflügelindex1,2 (HWI) Handschwingenindex Verhältnis Flügellänge/längste H Verhältnis Handflügel-/Handschwingenindex
295 - 353mm n=10 23 - 35% n=8 16 - 21% n=6 Keine Daten verfügbar Keine Daten verfügbar
Details

Die Flügellänge berechnet sich aus der Länge des Flügels gemessen vom Carpalgelenk bis zur Spitze der längsten Handschwinge. Der Flügel wird dabei angewinkelt und die Handschwingen maximal gestreckt und flachgedrückt (Methode Kleinschmidt)

Kombinierte Daten aus:
Avonet1: 295 - 353mm n=10

Der Handflügelindex, wie er 1959 von Friedrich A. Kipp vorgestellt wurde, wird berechnet aus dem Verhältnis von Handlänge (Differenz zwischen längster Handschwinge und äußerster Armschwinge) und der gesamten Flügellänge.

Kombinierte Daten aus:
Avonet1: 23 - 35% n=8,
Der Handschwingenindex wird berechnet aus dem Verhältnis von längster Handschwinge zur ersten (äußersten) Armschwinge. Es ist das Equivalent zum Handflügelindex für Federmaße. Das Verhältnis der Flügellänge zur längsten Handschwinge erlaubt es Bestimmungsmerkmale, die auf einem der beiden Werte basieren, in den jeweils anderen Wert umzurechnen. Das Verhältnis Handflügel-/Handschwingenindex erlaubt es die Werte eines Verfahrens in die jeweils anderen Werte näherungsweise umzurechnen und für Bestimmungen zu verwenden.
1 Tobias, J. A., et al. (2022). AVONET: morphological, ecological and geographical data for all birds.
2 Kipp, Friedrich A.: "Der Handflügel-Index als flugbiologisches Maß", erschienen in "Vogelwarte - Zeitschrift für Vogelkunde", 1959, Band 20, Heft 1



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extinct post-1500

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Quelle: IUCN 2025. IUCN Red List of Threatened Species. Version 2025-1 <www.iucnredlist.org>
Datenerhebung: |

Ruderfüßer

Verbreitung

Schutzstatus

  • Washingtoner Artenschutzübereinkommen
    nicht gelistet
  • Verordnung (EG) Nr. 865/2006
    nicht gelistet
  • Bundesnaturschutzgesetz §44
    streng geschützt