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Östlicher Kaiseradler
Aquila heliaca
Art der Accipitridae


© Sylvia Urbaniak
ad.

Der Östliche Kaiseradler ist nur wenig kleiner als der bekannte Steinadler. Ein Geschlechtsdimorphismus ist in der Größe stark ausgeprägt und kann teilweise auch auf die Federn übertragen werden. Die Männchen erreichen durchschnittlich nur ungefähr 80% der Größe der Weibchen.

Die Hand- und Armschwingen adulter Vögel sind großflächig dunkelbraun gefärbt mit unterschiedlich stark ausgeprägten sandfarbenen fleckigen Querstreifen. Dunkle Exemplare zeigen nur Andeutungen, andere definierte, breite Binden. Die Armschwingen besitzen eine deutliche dunkle Terminalbinde, welche durch die sich schnell abnutzende helle Spitzenkontur auch als Subterminalbinde umgedeutet werden kann. Die Steuerfedern sind meist etwas silbrig grauer mit einer breiten, dunklen Subterminalbinde und einer schnell bräunlich verfärbenden weißen Terminalbinde.

Juvenile Vögel unterscheiden sich auch im Gefieder von den adulten Vögeln. Die Bänderung der Schwingen ist noch etwas gleichmäßiger und die Armschwingen zeigen eine helle, weiße Spitzenkontur. Hervorzuheben sind die gräulich bis sandfarben aufgehellten inneren Handschwingen, größtenteils ohne Zeichnung, welche von satt dunkel gefärbten Armschwingen abgegrenzt werden. Die Steuerfedern sind deutlich gleichmäßiger graubraun gefärbt, teilweise mit kaum erkennbarer Bänderung oder einfarbig. An der Spitze findet sich eine sandfarbene Terminalbinde.

Längste Handschwinge ist meist die H6 oder H7.

Nummer längste
Handschwinge 10 pro Flügel ca. 520.5mm n=1
H6 (100%)
Armschwinge ca. 346.0mm n=1
A1 (100%)
Steuerfeder 12
Keine Daten verfügbar
Flügellänge1 Handflügelindex1,2 (HWI) Handschwingenindex Verhältnis Flügellänge/ längste H Verhältnis Handflügel-/ Handschwingenindex
572 - 610mm n=5 36 - 40% n=4 34 - 34% n=1 Keine Daten verfügbar Keine Daten verfügbar
Details

Die Flügellänge berechnet sich aus der Länge des Flügels gemessen vom Carpalgelenk bis zur Spitze der längsten Handschwinge. Der Flügel wird dabei angewinkelt und die Handschwingen maximal gestreckt und flachgedrückt (Methode Kleinschmidt)

Kombinierte Daten aus:
Avonet1: 572 - 610mm n=5

Der Handflügelindex, wie er 1959 von Friedrich A. Kipp vorgestellt wurde, wird berechnet aus dem Verhältnis von Handlänge (Differenz zwischen längster Handschwinge und äußerster Armschwinge) und der gesamten Flügellänge.

Kombinierte Daten aus:
Avonet1: 36 - 40% n=4,
Der Handschwingenindex wird berechnet aus dem Verhältnis von längster Handschwinge zur ersten (äußersten) Armschwinge. Es ist das Equivalent zum Handflügelindex für Federmaße. Das Verhältnis der Flügellänge zur längsten Handschwinge erlaubt es Bestimmungsmerkmale, die auf einem der beiden Werte basieren, in den jeweils anderen Wert umzurechnen. Das Verhältnis Handflügel-/Handschwingenindex erlaubt es die Werte eines Verfahrens in die jeweils anderen Werte näherungsweise umzurechnen und für Bestimmungen zu verwenden.
1 Tobias, J. A., et al. (2022). AVONET: morphological, ecological and geographical data for all birds.
2 Kipp, Friedrich A.: "Der Handflügel-Index als flugbiologisches Maß", erschienen in "Vogelwarte - Zeitschrift für Vogelkunde", 1959, Band 20, Heft 1



juv.
immat.

Länderzuweisungen

Greifvögel

Schutzstatus

  • Washingtoner Artenschutzübereinkommen
    Anhang I
  • Verordnung (EG) Nr. 865/2006
    Anhang A
  • Bundesnaturschutzgesetz §44
    streng geschützt
  • gelistet im Jagdrecht